Terrorverdacht gegen deutsche Firmen
Erdogans schwarze Liste

PremiumDaimler, BASF – und eine Dönerbude: Die türkische Regierung verdächtigt deutsche Unternehmen der Terrorunterstützung. Politik und Wirtschaftsvertreter sind besorgt. Die Konsequenzen dürften vor allem die Türkei treffen.

Istanbul, Berlin, DüsseldorfDeutsche Konzerne haben in der Türkei eine lange Tradition. Unternehmen wie Daimler, BASF oder Siemens waren bereits in dem Land aktiv, als es noch „Osmanisches Reich“ genannt wurde. Deutsche Ingenieure halfen beim Bau der Bagdad-Bahn, sie bauten Kraftwerke und Einkaufszentren, aktuell ist Siemens mit der Lieferung von Hochgeschwindigkeitszügen beauftragt. So wie türkische Gastarbeiter zum deutschen Wirtschaftswunder beitrugen, waren deutsche Konzerne am wirtschaftlichen Aufbau des Nato-Partners beteiligt.

Doch die engen wirtschaftlichen Verflechtungen schützen die deutschen Konzerne offenbar nicht davor, ins Fadenkreuz der türkischen Regierung zu geraten. Seit neuestem sind sie terrorverdächtig. Die türkische Regierung hat Deutschland...

 
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