Tipps für den Umgang mit Rassisten
Schwarzenegger schreibt Trump eine Rede

Per Videobotschaft rechnet Arnold Schwarzenegger mit Rechtsradikalen ab und erklärt Trump, was ein US-Präsident eigentlich sagen sollte: „Das Land, das Hitlers Armeen geschlagen hat, hat keinen Platz für Nazi-Flaggen.“
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Los AngelesWieder einmal hat Arnold Schwarzenegger einen viralen Hit im Netz gelandet: Per Video-Botschaft knöpft sich der Ex-Gouverneur von Kalifornien, US-Präsident Donald Trump vor und bemängelt dessen fehlende Kritik an rechtsradikalen und rechtsextremen Demonstranten in Charlottesville. „Sie als Präsident haben die moralische Verantwortung, eine eindeutige Nachricht auszusenden, dass Sie nicht für Hass und Rassismus stehen“, erklärt der Ex-Schauspieler, der unter anderem die Hauptrolle in „Terminator“ inne hatte. „Die einzige Weise, die lauten wütenden Stimmen des Hasses zu schlagen, ist, sie mit lauteren vernünftigeren Stimmen zu treffen.“

Dann erklärt er Trump, wie eine Rede des US-Präsidenten sich eigentlich anhören sollte („Das Land, das Hitlers Armeen geschlagen hat, hat keinen Platz für Nazi-Flaggen“) und erzählt von seinen Erfahrungen in seinem Heimatland Österreich („Als ich aufwuchs, war ich umgeben von gebrochenen Männern“). Auch für die Demonstranten, die bei den Rechten zwar mitmarschierten, aber von sich selbst sagen, dass sie keine Rechtsradikalen seien, hat Schwarzenegger einen Tipp: „Geht einfach nicht dahin, wo Leute mit Hakenkreuzen stehen und den Hitler-Gruß zeigen. Geht nach Hause.“

In der Universitätsstadt Charlottesville in Virginia haben am vergangenen Wochenende Tausende Rechtsradikale demonstriert. Mehrere Hundert Menschen aus verschiedenen ultrarechten Gruppen hatten sich unter dem Motto „Vereinigt die Rechte“ versammelt. Darunter Anhänger der Alt-Right-Bewegung, Neonazis und Mitglieder des Ku-Klux-Klan. Am Ende waren drei Menschen tot, 35 verletzt und der US-Präsident musste sich zu seinem Verhältnis zur rechten Szene äußern. Weil Trump dabei von „Gewalt von allein Seiten“ sprach, anstatt sich klar gegen die Rechtsextremen zu positionieren, kehrten ihm selbst eingefleischte Parteikollegen den Rücken.

Auch die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung verurteilen das Verhalten ihres Präsidenten. Auch deshalb teilen Nutzer in den sozialen Netzwerken Schwarzeneggers Video zehntausende Male, einige wünschen ihn sich sogar als Präsidenten – was jedoch ausgeschlossen ist, da der Präsident nach Verfassung nur ein „natural born citizen“, also ein in den USA geborener Staatsbürger, sein kann. Der 70-jährige Schwarzenegger fällt im Netz häufiger mit Mitteilungen auf, die tausende Male geteilt werden, so zum Beispiel mit seiner Botschaft zum Klimaschutz oder seinem gemeinsamem Auftritt mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Steffen Daniel Meyer
Steffen Daniel Meyer
Handelsblatt Online / Social-Media-Redakteur

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  • Der falsche Herr Spiegel (17:32 Uhr), der sonst unter dem Namen Maidan schreibt, liegt sogar noch unter dem Niveau von Arni. Ein typischer Trump-Gegner eben.

  • Ah der ordinäre Herr Troll, wieder als Spiegel unterwegs, wie peinlich ihre Existenz als Schreiberling eigentlich ist.

  • Linke Terror-Kämpfer in den USA.

    Donald Trump hat wiederholt, die Presse solle gefälligst nicht auf einem Auge blind sein und auch die Gewalt der linksradikalen Seite thematisieren, was die Vorfälle in Charlottesville angeht. Darauf brach gleich wieder ein Shitstorm der ‚liberalen‘ Hillary-Presse gegen den Präsidenten in den USA los, und speziell die doofen deutschen Schmierer vom Spiegel bis zur FAZ stimmten unisono mit ein.

    Welcher neutrale Beobachter kann ehrlich die gewalttätigen roten Randalierer diesseits und jenseits des Atlantik ausblenden? Für wie blöd hält uns die gleichgeschaltete Journaille eigentlich?

    In einem Video sieht man, wie ein linker Mob mit viel Geschrei gegen böse Cops und „Nazis“ am Montag in Durham, North Carolina, die Statue eines konföderierten Soldaten stürzt, die seit 1924 dort stand. Nachdem das Denkmal zerstört am Boden liegt, wird es zunächst von drei Randalierern angespuckt, danach tritt das fanatische Gesockse mit Füßen gegen die Figur, wobei am Ende des Videos zwei hitzige Mädels – da werden Weiber zu Hyänen – besonders intensiv treten. Wer glaubt, dass ein solcher Abschaum in Charlottesville ruhig und friedlich demonstriert hat? Die sind doch permanent auf Krawall gebürstet! Wer linke Gewalt leugnet, ist entweder ein Dummkopf oder ein Lügenmaul oder beides.

    PS: Es gibt in den USA noch Aberhunderte von Denkmälern wie in Durham, North Carolina. Wie viele werden jetzt abgerissen und zerstört? Und wo wird die Grenze liegen? Müssen auch Jefferson und George Washington dran glauben? Dürfen nur noch Martin Luther King und Obama auf dem Sockel stehen?

    Was denken rote Blätter wie WELT, BILD, ZEIT, Spiegel und die FAZ in ihrem „Kampf gegen Rechts“ darüber? Auch Germany bietet ein weites Feld für gesetzlose linke Demolierer.

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