Tonband
Al-Dschasira strahlt neue Bin-Laden-Botschaft aus

Der arabische Fernsehsender Al-Dschasira hat am Sonntag wieder eine angebliche Erklärung des Moslemextremisten Osama bin Laden gesendet, in der dem Westen ein Kreuzzug gegen den Islam vorgeworfen wird.

HB DUBAI. Beispiele dafür seien der Konflikt in der sudanesischen Provinz Darfur und die vom Westen betriebene Isolierung der palästinensischen Hamas-Regierung, sagte die Stimme der Tonaufnahme, die Bin Laden ähnlich klang. Die Isolierung der Hamas zeige, dass die Kreuzzügler und Zionisten des Westens einen Krieg gegen die Moslems führten.

Die Bevölkerung im Westen wird in der Erklärung für diesen „Krieg gegen den Islam“ mit verantwortlich gemacht. Der Krieg gehe weiter und die Menschen seien nach wie vor loyal zu ihren Führern, sagte die Stimme. Die Verantwortung für diesen Krieg liege zu einem Teil bei den Völkern und zu einem anderen Teil bei den Regierungen. „Sie senden ihre Söhne in die Armeen, um uns zu bekämpfen, und sie unterstützen dies finanziell und moralisch, während unsere Länder niedergebrannt, unsere Häuser bombardiert und unser Volk getötet wird.“

In der angeblichen Bin-Laden-Botschaft wurde eine früher geäußerte Drohung mit Anschlägen in den USA nicht wiederholt. Stattdessen erklärte der mutmaßliche Al-Kaida-Anführer, er sei unter gewissen Bedingungen offen für einen Waffenstillstand. Die Anführer des Westens hätten seine Angebote für eine Waffenruhe nach den Terroranschlägen vom 11. September stets ignoriert. Sie wollten keinen Waffenstillstand, sondern führten stattdessen „ihren Kreuzzug und die Ausplünderung der Reichtümer unserer Nation fort“.

Ferner wurde in dem Tonband zu einem Boykott der USA und europäischer Länder wegen der umstrittenen Mohammed-Karikaturen aufgerufen, die zuerst in einer dänischen Zeitung veröffentlicht worden waren.

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