Toter hat "zu dunkle Haut und Schnurrbart"
Leiche im Irak wohl nicht der verschleppte Japaner

Bei einer im Irak entdeckten Leiche handelt es sich nach Polizeiangaben wahrscheinlich nicht um den von einer Extremistengruppe verschleppten Japaner.

HB TIKRIT. In Medienberichten war spekuliert worden, der Tote sei der Japaner Shosei Koda, den die Gruppe des Al-Kaida-Verbündeten Abu Mussab al-Sarkaui entführt hatte. Die Polizei gab an, der Tote habe dunkle Haut und trage einen Schnurrbart, was nicht zur Personenbeschreibung des Entführungsopfers passe. Der Mann sei mit einem weißen Hemd und weiten Hosen bekleidet, wie sie in Indien und Pakistan üblich sind, hieß es weiter. Die Leiche weise mehrere Schusswunden und Hautabschürfungen auf, die von Fesseln stammen könnten. Der Tote war nahe der Stadt Tikrit 175 Kilometer nördlich von Bagdad gefunden worden.

Die Entführer des Japaners hatten am Donnerstag im Internet mit der Enthauptung des 24-Jährigen gedroht, sollte Japan nicht binnen 48 Stunden einem Abzug seiner im Irak stationierten Truppen zustimmen. Der japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi hatte den Abzug der 550 im Südirak stationierten Soldaten jedoch abgelehnt.

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