Trauerfeier
„Die ganze Welt kommt nach Südafrika“

In einer gigantischen Feier nimmt die Welt Abschied von Nelson Mandela. Auch US-Präsident Obama und Spitzenpolitiker von Frankreich, Großbritannien und Deutschland sind nach Johannesburg gereist.
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KapstadtDie Welt nimmt Abschied von Nelson Mandela. Zur zentralen Trauerfeier am Dienstag in Johannesburg werden 70 amtierende und 10 ehemalige Staats- und Regierungschefs erwartet. In einem 90 000 Menschen fassenden Fußballstadion werden nach bisherigem Programm UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, US-Präsident Barack Obama und der kubanische Präsident Raúl Castro Reden halten.

„Die ganze Welt kommt im wahrsten Sinne des Wortes nach Südafrika“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Clayson Monyela, in Pretoria. Zu den Gästen zählten „Könige und Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen“. Das sei beispiellos in der Geschichte des Landes. Logistisch allerdings stehe die Regierung vor „einer sehr schweren Aufgabe“, sagte Monyela.

Der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Mandela war am Donnerstag nach langer Krankheit im Alter von 95 Jahren gestorben. Er hatte sein Land aus der Rassentrennung in die Demokratie geführt.

Die Gedenkfeier für den südafrikanischen Nationalhelden findet zwischen 10.00 und 14.00 Uhr MEZ statt. Der Leichnam Mandelas wird nicht im Stadion aufgebahrt sein. Der Trauerakt wird an 90 Orten im Land auf Großleinwänden sowie in drei weiteren Stadien von Johannesburg für die Öffentlichkeit übertragen. Weltweit berichten Fernsehstationen aus Johannesburg.

Neben Südafrikas Präsidenten Jacob Zuma sollen bei der Feier auch Kinder und Enkel Mandelas das Wort ergreifen. Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff, Chinas Vizepräsident Li Yuanchao und Indiens Präsident Pranab Mukherjee sind laut Programm gleichfalls Redner.

Auch die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton und George W. Bush standen auf der Gästeliste. Neben Bundespräsident Joachim Gauck wurden der französische Präsident François Hollande und der britische Premierminister David Cameron erwartet. Viele Staatsgäste kamen bereits am Montag in Johannesburg an.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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