"Treuer Freund" und "echter amerikanischer Held"
Weltweite Trauer über Reagans Tod

US-Präsident Bush hat in einer ersten Reaktion auf den Tod des früheren US-Präsidenten Reagan von einem «traurigen Tag für Amerika» gesprochen. Bundespräsident Rau würdigte Reagan als treuen Verbündeten Deutschlands.

HB BERLIN. US-Präsident George W. Bush hat in einer Stellungsnahme in Paris seine Trauer über den Tod des früheren US-Präsidenten Ronalds Reagan bekundet. Dies sei «ein trauriger Tag für Amerika», sagte Bush. Reagan hinterlasse «eine Nation, die er wieder hergestellt hat, und eine Welt, die er gerettet hat». Bush ist derzeit wegen der Feiern zum 60. Jahrestag des D-Days in Frankreich.

Sein Gastgeber, der französische Staatspräsident Jacques Chirac, pries Reagan als «großen Staatsmann». Bushs Vorgänger Bill Clinton sagte, der Verstorbene habe «den unbezwingbaren Optimismus des amerikanischen Volkes personifiziert». Reagans ehemaliger Sicherheitsberater Oliver North, dessen Name vor allem mit der Iran-Contra-Affäre und der Unterstützung rechtsgerichteter Rebellen in Nicaragua verbunden ist, sagte: «Er hat das Reich des Bösen zu Fall gebracht.»

Bundespräsident Johannes Rau sagte am Samstag in Berlin, mit Reagan gehe «ein Mann, der Deutschland in schwierigen Zeiten ein treuer Freund und Verbündeter war». Rau fügte hinzu: «Meine Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Frau und seiner Familie. Ich denke an einen Menschen, der ein schweres persönliches Schicksal mit großer Würde getragen hat.»

Reagan habe in einer geteilten Welt «stets an unserer gemeinsamen Vision von einem vereinten und friedlichen Europa festgehalten», erklärte Rau. Reagans «leidenschaftlicher Einsatz gegen Mauer und Stacheldraht hat mit dazu beigetragen, dass die Teilung Deutschlands und Europas schließlich überwunden werden konnte».

Altbundeskanzler Helmut Kohl erklärte in einer am Sonntag veröffentlichten Schreiben, Reagan sei für die Welt und insbesondere für Europa ein Glücksfall gewesen. Er werde nie vergessen, wie Reagan 1987 vor dem Brandenburger Tor gerufen habe: «Mr. Gorbatschow, öffnen Sie das Tor. Mr. Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein!», schrieb Kohl und fügte hinzu: «Wir Deutsche haben Ronald Reagan viel zu verdanken.»

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