Trotz Angriff
Karsai und Obama wollen mit den Taliban reden

Am Dienstag haben die Taliban den Palast des afghanischen Präsidenten Karsai angegriffen. Davon ließen sich Karsai und Obama nicht beeindrucken. Sie beendeten ihre Funkstille und planten ein Treffen - mit den Taliban.
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WashingtonDie USA und Afghanistan halten trotz der jüngsten Rückschläge am Friedensprozess mit den radikal-islamischen Taliban fest. US-Präsident Barack Obama und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai hätten beteuert, dass Friedensgespräche unter Federführung der Afghanen "der sicherste Weg zur Beendigung der Gewalt und Sicherstellung anhaltender Stabilität in Afghanistan und der Region" sind, teilte das US-Präsidialamt am Dienstag (Ortszeit) nach einer Videokonferenz der beiden Politiker mit.

Sie unterstützen Gespräche mit den islamistischen Taliban in deren Verbindungsbüro im Golfemirat Katar, wie das Weiße Haus bekanntgab. Demnach erklärten Karsai und Obama in einem Telefonat ihre "Unterstützung für das Büro in Doha zum Zwecke von Verhandlungen zwischen Afghanistans Hohem Friedensrat und autorisierten Vertretern der Taliban".

Erst am frühen Dienstagmorgen hatte es einen Angriff auf den Präsidentenpalast in Kabul gegeben. Vergangene Woche hatten Vertreter der USA und der Taliban versucht, sich in Katar zu treffen. Das Gespräch war nach Kritik der afghanischen Regierung, dass die Beratungen zumindest zunächst offenbar nicht unter afghanischer Leitung stattfinden sollten, abgesagt worden.

Die Taliban, die Afghanistan zwischen 1996 und 2001 mit eiserner Faust regierten, unterhalten in Doha ein Verbindungsbüro. Die afghanische Regierung boykottiert die Friedensgespräche mit den Taliban in Doha, unter anderem, weil sie in dem Büro die Insignien ihres alten Regimes zur Schau stellen würden.

Am Montag hatte sich der US-Sondergesandte James Dobbins im Gespräch mit Karsai in Kabul um Beruhigung im Streit um die Eröffnung des Taliban-Büros in Katar bemüht. Nach seinen Angaben protestierte Washington bei der Regierung in Katar und erreichte, dass die umstrittenen Hoheitszeichen, die dem Büro den Anschein der Vertretung einer Exil-Regierung gaben, wieder entfernt wurden.

Karsais Büro erklärte nach dem Gespräch, der Präsident habe erneut auf einen Friedensprozess unter Führung der Afghanen gedrungen. Aus Protest über geplante Gespräche zwischen US-Vertretern und den Rebellen unter Ausschluss von Karsais Vertretern hatte der afghanische Präsident den Boykott aller Gespräche angekündigt und Verhandlungen über ein Sicherheitsabkommen mit den USA abgebrochen.

Obama und Karsai unterhielten sich den Angaben zufolge auch über die Übergabe der Sicherheit an afghanische Streitkräfte. Die US-Truppen wollen das Land bis Ende kommenden Jahres verlassen. Zugleich sei es um die Parlamentswahlen gegangen, die ebenfalls für 2014 vorgesehen sind.

Agentur
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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • ... um über die Quoten zu reden, nicht mehr, nicht weniger. Schließlich leben in beiden Staaten eine Menge Leute von den in der Landwirtschaft angebauten Pflanzen.

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