Trotz Obduktion
Todesursache der Afghanistan-Geisel bleibt unklar

Weiter Rätselraten über den Tod der deutschen Afghanistan-Geisel: Eine Obduktion in Köln hat die Todesursache noch nicht abschließend geklärt.

HB BERLIN. Die Frage nach der Todesursache könne derzeit nicht abschließend beantwortet werden, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Martin Jäger. „Ein endgültiges Untersuchungsergebnis ist frühestens Ende nächster Woche zu erwarten.“ Details wurden nicht mitgeteilt.

Die Leiche des Ingenieurs Rüdiger D. war am Mittwochabend in Deutschland eingetroffen und von Experten des Instituts für Rechtsmedizin Köln obduziert worden. Offen ist, ob der Mecklenburger von seinen afghanischen Kidnappern gezielt getötet wurde oder an den Umständen der Entführung gestorben ist.

Der Leichnam weist Schusswunden auf. Dennoch geht die Bundesregierung nicht von einem gezielten Todesschuss aus wie dies die radikal-islamische Taliban behauptet hatten. Rüdiger D. und sein Kollege Rudolf B. waren vor einer Woche etwa 100 Kilometer südwestlich von Kabul verschleppt worden. Beide wurden womöglich Opfer einer Stammesfehde.

Die Bundesregierung wirft den Taliban einen Propagandakrieg vor. Außer um Attentate, Hinrichtungen und Massaker gehe es nun auch um einen Krieg mit Worten, sagte Jäger der ARD. Den Taliban gelungen, in Deutschland für Verwirrung um das Schicksal der entführten Bauingenieure zu sorgen.

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