Trotz Truppenaufgebot
Weiter blutige Kämpfe in Elfenbeinküste

Im Bürgerkrieg in dem westafrikanischen Land befindet sich die französische Armee in einer unübersichtlichen Lage zwischen Regierungstruppen, Aufständischen und der Bevölkerung. Trotz Verstärkung konnte sie die Situation nicht unter Kontrolle bringen.

HB JOHANNESBURG. Bei den Kämpfen in der Elfenbeinküsten sind nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) bisher mehr als 400 Menschen verletzt worden.

„Die Bilanz der Kämpfe in Abidjan ist schwerwiegend“, erklärte das IKRK am Montag in Genf unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden vor Ort. Die Zahl der Toten sei nicht bekannt, aber wahrscheinlich hoch.

Am Sonntagabend hätten in der Wirtschaftsmetropole Abidjan 410 Verletzte versorgt werden müssen. Einige von ihnen hätten Schusswunden gehabt. Das IKRK forderte die Konfliktparteien auf, das humanitäre Völkerrecht zu respektieren.

Außerdem zeigten die Vertreter der französischen Streitkräfte und der regierungsnahen Jugendmiliz „Junge Patrioten“ wenig Bereitschaft, die Arbeit der Hilfsorganisationen zu erleichtern. Das IKRK habe den Konfliktparteien seine Besorgnis mitgeteilt.

Die Lage in Elfenbeinküste ist auch nach der Verstärkung der französischen Truppen weiter gespannt. Laut südafrikanischen Rundfunkberichten gaben französische Panzer in Abidjan Warnschüsse ab.

Die Bevölkerung war überzeugt, die Franzosen wollten den ivorischen Präsidenten stürzen und demonstrierten für die Souveränität ihres Landes. Nach französischen Angaben sollte ein Panzeraufgebot den Präsidenten umgekehrt vor irregulären Truppen schützen.

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