Trump reaktiviert Keystone-Pipeline
Lange Leitung

Donald Trump kassiert eine weitere Entscheidung seines Vorgängers Obama. Der US-Präsident treibt den Bau der Keystone-Pipeline voran. Kanadas Premier Trudeau begrüßt die Entscheidung – Umweltschützer laufen Sturm.
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Ottawa/WashingtonDer neue US-Präsident Donald Trump will den Bau zweier umstrittener Öl-Pipelines wieder voranbringen. Die Bauarbeiten an der Dakota-Access-Pipeline, sowie an der Keystone XL waren unter seinem Vorgänger Barack Obama gestoppt worden, doch Trump verfügte am Dienstag neue Schritte, um die Bauarbeiten wieder aufzunehmen.

Die 3,8 Milliarden Dollar teure Dakota-Access-Pipeline ist so gut wie fertig, und sollte eigentlich künftig Öl von North- durch South Dakota und Iowa zur Verschiffung nach Illinois transportieren. Doch der US-Pionierkorps verweigerte Ende vergangenen Jahres den abschließenden Bau, der mitten im Reservat eines Sioux-Stammes liegt. Der Bauherr, Energy Transfer Partners, zog gegen die Entscheidung vor Gericht.

Die acht Milliarden Dollar teure Keystone-XL-Pipeline hingegen sollte lediglich eine Erweiterung der Pipeline von Kanada nach Nebraska sein. Mit dem Baustopp im Jahr 2015 wollte Obama das Herzstück seiner Umweltagenda, das globale Klimaschutzabkommen, unterstützen.

Mit der Pipeline könnten eines Tages bis zu 830.000 Barrel Öl pro Tag (ein Barrel entspricht 159 Litern) durch die USA bis zur Küste des Golfes von Mexiko in Texas gepumpt werden. Startpunkt der bis zu 4000 Kilometer langen Pipeline, ist Hardisty bei Calgary. Die größte Stadt der kanadischen Provinz Alberta ist zugleich die Öl-Hochburg des Landes.

Weil sie keine Küste hat, ist die Provinz auf Pipelines angewiesen um Öl auf den Weltmarkt zu bringen. In den 1970er-Jahren hatten mehr als 400 Öl-Unternehmen in Calgary ihren Sitz, und auch heute noch ist die Branche eine wichtige Säule der Millionenmetropole. Entsprechend erfreut zeigte sich Kanadas Regierung von Trumps Entscheidung. Wie auch der US-Präsident, verspricht sich Premierminister Justin Trudeau von dem Projekt zahlreiche Arbeitsplätze.

Allerdings gehen die beiden damit auf Konfrontationskurs mit Umweltschützern. Für die ist Keystone zu einem Symbol im Kampf gegen den Klimawandel geworden. Denn die Leitung würde die Kapazität der Pipelines, die Öl aus Ölsand transportieren, massiv vergrößern. Kritiker befürchten, dass die von der Ölsandindustrie ausgehenden CO2-Emissionen gesteigert würden.

Trump will an das Projekt Auflagen knüpfen, die der US-Wirtschaft Vorteile bringen sollen. So soll beispielsweise Stahl aus US-Produktion für den Bau der Pipeline verwendet werden. Sean Spicer, Trumps Sprecher im Weißen Haus, betonte aber, dass der Umweltschutz eine wichtige Aufgabe bleiben werde.

Kommentare zu " Trump reaktiviert Keystone-Pipeline: Lange Leitung"

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  • @Hofmann
    Da Sie Verfechter fossiler und atomarer Energieträger sind, würde mich bei der Gelegenheit auch mal Ihre Haltung zum Thema "Diesel" interessieren. Ehrlich!

  • @Adam
    Sie müssen mal richtig hinsehen. Es gibt eine existierende Pipeline, die das Reservat streift und es gibt einen geplanten Neubau, der diagonal duch das Reservat verlaufen wird. Sie dürfen den "Dreck" also getrost weiterlesen.

  • @Sabrina Dresdnerin
    Sie haben ja den vollen Durchblick beim Klima und sind damit schon bestimmt über 4 Milliarden Jahre alt?
    Wer vom Klima spricht, der sollte sich doch etwas mehr darüber informieren. Und Klima hat keinen Wandel, weil Klima für Wandel steht.
    Der Kern des Klima ist der Wandel. Und würde man das Klima auf irgend etwas (2 Grad Ziel usw.) fisieren, dann würde man das Klima abschaffen, weil man dem Klima seiner Wandlung (kalt-warm-kalt-warm-warm-kalt usw.) beraubt hätte.
    Danke!

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