Tschad
Verurteilte Franzosen werden in ihre Heimat abgeschoben

Die im Tschad wegen versuchter Entführung von Kindern verurteilten Franzosen sollen noch am heutigen Freitag an ihr Heimatland überstellt werden. Ein Sonderflug werde sie nach Frankreich bringen, hieß es.

HB N'DJAMENA. "Ihrer Abreise steht nichts mehr entgegen", sagte der tschadische Justizminister Albert Pahimi Padacké. Ein Vertreter des Justizministeriums im Tschad teilte mit, der Auslieferung liege eine bilaterale Vereinbarung zwischen den beiden Ländern von 1976 zugrunde.

Frankreich hatte am Donnerstag die Überstellung der sechs Franzosen beantragt, damit die Verurteilten ihre Strafen daheim absitzen können. Das Justizministerium in Paris verwies dabei auf die Vereinbarung zwischen Frankreich und seiner ehemaligen Kolonie.

Ein Gericht in der Hauptstadt N'Djamena hatte die Mitarbeiter der Hilfsorganisation „L'Arche de Zoe“ am Mittwoch wegen versuchter Entführung von 103 Kindern aus dem Tschad zu jeweils acht Jahren Arbeitslager verurteilt. Die sechs Franzosen wollten die Kinder illegal nach Europa bringen, urteilte das Gericht. Die Mitarbeiter der Organisation hatten die Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, sie wollten kranke und arme Waisen aus dem sudanesischen Krisengebiet Darfur aus humanitären Gründen ausfliegen.

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