Türkei
Freiheitsfalken Kurdistans bekennen sich zu Anschlag in Istanbul

Der Terroranschlag hatte am Dienstag Istanbul erschüttert: Bei einer Explosion im Stadtzentrum starben elf Menschen. Eine PKK-Splittergruppe bekennt sich zum Anschlag – und warnt Touristen vor weiterem Terror.

IstanbulEine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Partei PKK hat sich zum Bombenanschlag auf einen Polizei-Bus in Istanbul bekannt. Bei dem Attentat in der Altstadt der türkischen Metropole waren am Dienstag elf Menschen getötet worden, darunter sechs Polizisten.

Es habe sich um Rache für getötete PKK-Kämpfer in der südosttürkischen Stadt Nusaybin gehandelt, teilten die Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) am Freitag auf ihrer Internetseite mit. Zugleich warnten sie ausländische Touristen vor weiteren Angriffen.

„Wir warnen erneut alle ausländischen Touristen, die in der Türkei sind oder in die Türkei kommen möchten. Ausländer sind nicht unsere Zielscheibe, aber die Türkei ist nicht länger ein sicheres Land“, heißt es in dem Bekennerschreiben.

Erst am Vortag hatte sich die PKK zu einem Anschlag in südosttürkischen Stadt Midyat bekannt. Dort hatte sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter in einem Wagen vor dem Polizei-Hauptquartier in die Luft gesprengt und sechs Menschen mit in den Tod gerissen.

Unter Experten ist umstritten, ob die TAK zur PKK gehört, von ihr unterstützt wird oder von früheren PKK-Mitgliedern gegründet wurde. Die TAK hatte sich in den vergangenen Monaten wiederholt zu Anschlägen bekannt. So bekannte sich die radikale Gruppe Mitte März zu einem Anschlag auf einen Nahverkehrsbus in Ankara mit 35 Toten sowie zu dem Anschlag von Mitte Februar, bei dem in der türkischen Hauptstadt 30 Menschen getötet worden waren.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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