Türkei, Russland und Syrien
Störfall Erdogan

PremiumWie friedlich ist die Türkei unter ihrem Präsidenten? Das fragen sich viele nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets. Dabei braucht die EU das Land zur Lösung der Flüchtlingsfrage.

Athen/BrüsselFrieden, Dialog, Diplomatie – wunderschön milde Worte, die Recep Tayyip Erdogan in Istanbul beim Treffen von Vertretern muslimischer Länder findet. Und damit sie von möglichst vielen gehört werden, überträgt das türkische Staatsfernsehen die Rede. Gewiss, man werde „die eigene Sicherheit verteidigen“, sagt Staatspräsident Erdogan und versichert: „Die Türkei ist nicht auf der Seite von Spannungen, Krisen und Feindseligkeiten.“

Doch das sanfte Vokabular beeindruckt längst nicht alle, vor allem nicht jene außerhalb der Staatsgrenze. In Moskau versammelten sich Demonstranten – aufgebracht vom Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei – vor der türkischen Botschaft, stimmten Sprechchöre gegen Erdogan an und schlugen Fenster...

 
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