Türkei will höchstens für ein Jahr Soldaten nach Irak schicken
Türken wollen nicht als Besatzer auftreten

Die Türkei will höchstens ein Jahr lang Soldaten zur Stabilisierung des Irak in das Nachbarland entsenden, wo die geplante Stationierung auf heftigen Widerstand stößt.

HB PUTRAJAYA. „Wir werden nicht Teil einer Besatzungsarmee im Irak sein. Wir werden nicht als Unterdrücker in den Irak kommen. Wir werden einen Zeitrahmen von einem Jahr für den Abzug aus dem Irak haben“, sagte Außenminister Abdullah Gül am Dienstag nach einer Meldung der malaysischen Nachrichtenagentur Bernama. Gül nahm in Malaysia an der Islamischen Weltkonferenz (OIC) teil.

Die Türkei ist bislang das einzige der 57 OIC-Mitglieder, das die Stabilisierung Iraks mit Truppen unterstützen will. Gül sagte, befreundete Staaten mit überwiegend moslemischer Bevölkerung sollten aufhören, die Türkei wegen ihres Einsatzes zu kritisieren und stattdessen dem Beispiel folgen.

Auch im Irak selbst ist eine Entsendung türkischer Truppen stark umstritten. So lehnt etwa der von den USA eingerichtete provisorische Regierende Rat Truppen aus Nachbarländern auf irakischem Boden kategorisch ab.

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