Türkei
Yücel wirft Erdogan Vorverurteilung vor

Der in der Türkei inhaftierte Journalist Deniz Yücel verlangt ein rechtsstaatliches Verfahren, das nach seiner Überzeugung nur mit einem Freispruch enden kann. Als Korrespondent will er weiter arbeiten – in der Türkei.

IstanbulDer in der Türkei inhaftierte „Welt“-Korrespondent Deniz Yücel hat „Vorverurteilungen“ durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan kritisiert und einen fairen Prozess gefordert. „In Ländern wie Aserbaidschan oder Weißrussland“ möge es natürlich erscheinen, „dass die oberste Staatsführung persönlich eine inhaftierte Person öffentlich vorverurteilt und den zuständigen Staatsanwälten und Richtern quasi Anweisungen erteilt“, hieß es in einem von der „Welt“ veröffentlichten Beitrag Yücels. Für die „zivilisierte Welt“ sei ein solcher Vorgang aber befremdlich.

Yücel konnte den Bericht seinen Anwälten im Gefängnis in Silivri diktieren. Erdogan hat den deutsch-türkischen Journalisten wiederholt beschuldigt, ein „Terrorist“ und „Agent“ zu sein. Nach dem Protokoll der Verhandlung,...

 
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