Überalterung
Deutschland: Geburtendefizit wächst

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist 2005 leicht zurückgegangen. Ende vergangenen Jahres lebten hier zu Lande nach einer am Freitag veröffentlichten Schätzung des Statistischen Bundesamtes etwa 82,45 Millionen Menschen. 2004 waren es noch 82,5 Millionen.

doh DÜSSELDORF. Die Bundesstatistiker schätzen, dass im vergangenen Jahr 820 000 bis 830 000 Menschen in Deutschland starben – etwa so viele wie im Jahr 2004. Die Zahl der Geburten dürfte dagegen auf 680 000 bis 690 000 gefallen sein, nachdem im Vorjahr noch rund 706 000 Kinder in Deutschland zur Welt kamen. „Damit sind 2005 voraussichtlich etwa 140 000 mehr Menschen gestorben als Kinder zur Welt kamen“, schätzen die Statistiker. Im Vorjahr lag diese Differenz noch bei 113 000.

Den so genannten Wanderungsüberschuss gegenüber dem Ausland beziffert die Wiesbadener Behörde für das vergangene Jahr auf 90 000 bis 100 000 Menschen. Damit sei wie bereits im Vorjahr das Geburtendefizit voraussichtlich nicht durch vermehrte Zuwanderung ausgeglichen worden.

Dass die Bevölkerung schrumpft, ist aus Sicht des Direktors des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und demographischer Wandel (Mea), Axel Börsch-Supan, aber nicht das eigentliche Problem. Wesentlich einschneidender werde die Alterung der Bevölkerung die Volkswirtschaft beeinflussen, betont der Mea-Chef (siehe „Die Alterung ist das größte Problem“).

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