Ukraine
„Haben Gasrechnung pünktlich bezahlt"

Die ukainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hat im Gasstreit mit Russland die Zahlungswilligkeit ihres Landes bekräftigt. Man habe die aktuelle Rechnung in Höhe von 500 Millionen Dollar am Freitag beglichen. Zuvor hatte Russlands Ministerpräsident Vladimir Putin vor einem neuerlichen Lieferstopp wegen nicht beglichener Forderungen gewarnt.
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HB KIEW/BRÜSSEL. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben im Gasstreit mit Russland ihre Erdgas-Rechnung für Oktober beglichen. „Heute haben wir Russland die nächsten 500 Millionen Dollar gezahlt“, sagte Ministerpräsidentin Julia Timoschenko am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax. Sie äußerte sich bei einer Reise in den Osten ihres Landes. Es sei der Ukraine „extrem schwer gefallen“, die Rechnung des staatlichen Gaskonzerns Naftogas pünktlich zu bezahlen, ergänzte Timoschenkos Büro. Die Rechnung war an diesem Freitag fällig geworden.

Die EU-Kommission erklärte, die Ukraine habe nach eigenen Angaben 25 Milliarden Kubikmeter Erdgas gelagert. Das reiche aus, damit die Lieferungen in die Europäische Union in diesem Winter nicht unterbrochen werden müssten, sagte ein Sprecher in Brüssel.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hatte an den ukrainischen Präsidenten Viktor Juschtschenko appelliert, einen neuen Gasstreit mit Russland zu verhindern. Wegen der Schwierigkeiten der Ukraine, die Gaslieferungen zu bezahlen, hatte Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin die EU aufgefordert, dem Land mit einem Milliardenkredit zu helfen. Anderenfalls könnten die Lieferungen abermals unterbrochen werden.

Zu Jahresbeginn hatte der Streit zwischen Russland und der Ukraine zu wochenlangen Unterbrechungen geführt, von denen mitten in der Kälteperiode vor allem osteuropäische Länder betroffen waren. Auch Deutschland hatte über die Pipelines, die durch die Ukraine führen, zeitweise deutlich weniger Gas erhalten als vereinbart.

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