Umfrage
Krise in Island treibt Rot-Grün Richtung Wahlsieg

Von den besonders katastrophalen Auswirkungen der Finanzkrise in Island können vor allem die rot-grünen Parteien profitieren. Die sozialdemokratische Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurdardóttir und ihre Koalitionspartner von den Linksgrünen stehen Umfragen zufolge vor einem klaren Erfolg bei den Parlamentswahlen am Samstag.

HB REYKJAVIK. Hintergrund der vorzeitigen Neuwahlen sind die auf der Atlantikinsel besonders katastrophalen Auswirkungen der Finanzkrise. Nach einer am Mittwoch von „Morgunbladid“ in Reykjavik veröffentlichten Umfrage des Gallup-Institutes können Sozialdemokraten und Linksgrüne zusammen mit 56,4 Prozent der Stimmen rechnen.

Im bisherigen Parlament kamen sie auf 41,1 Prozent und sind als Minderheitsregierung seit Anfang Februar auf die Unterstützung der Fortschrittspartei angewiesen. Als klarer Verlierer bei den Wahlen wird die konservative Unabhängigkeitspartei von Ex-Ministerpräsident Geir Haarde erwartet.

Nach 36,6 Prozent bei den Wahlen vor zwei Jahren wollen am Samstag nur noch 22,9 Prozent für die traditionell größte Partei des Landes stimmen. Sie wird von vielen der 320 000 Bürger für den Kollaps aller großen isländischen Banken im Herbst mitverantwortlich gemacht. (Achtung: Sie erhalten bis 1300 auch einen Korrespondentenbericht von ca. 50 Zl. als Vorschau auf die Island-Wahlen.

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