UN-Konferenz berät Konvention
Sicherung atomarer Anlagen im Fokus

Seit Montag beraten Experten aus mehr als hundert Ländern bei der UN-Atombehörde in Wien darüber, wie atomare Anlagen weltweit gegen Terroranschläge geschützt werden können.

HB WIEN. Außerdem soll nach Wegen gesucht werden, spaltbares Material gegen illegale Weiterverbreitung zu sichern. Ziel der rund 350 Delegierten ist eine neue Konvention zum Schutz von spaltbarem Material, die zum Abschluss der Tagung am Freitag verabschiedet werden soll.

Das neue Vertragswerk würde nach Angaben des Generalsekretärs der Konferenz, David Waller, die ursprüngliche Konvention aus dem Jahr 1980 ablösen. Diese hatte lediglich die Bedingungen für den Transport zwischen einzelnen Ländern sowie für die Lagerung von radioaktivem Material festgelegt. Ein in Wien vorliegender Entwurf soll dagegen auch international einheitliche Standards zum Schutz atomarer Anlagen gegen Sabotage und gegen Diebstahl von spaltbarem Material schaffen.

Bei der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) wurde am Montag allerdings bezweifelt, dass die geplante Konvention schon bald umgesetzt werden wird. Voraussetzung sei nämlich, dass einige Länder ihre entsprechenden Gesetze änderten. Außerdem müssten alle künftigen Unterzeichnerstaaten das neue Abkommen auch ratifizieren. Die neue Konvention tritt erst dann in Kraft, wenn zwei Drittel dieser 111 Staaten sie auch ratifiziert haben.

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