Ungarn
Deutsche Autokonzerne genießen Sonderstellung

Im Unterschied zu vielen anderen Branchen sind die Autohersteller mit Ungarn zufrieden: Weil Audi und Daimler Zehntausende neuer Arbeitsplätze ins Land bringen, müssen sie keine Sondersteuern bezahlen.
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WienFür Rupert Stadler gibt es bislang keinen Grund, mit Viktor Orban und der ungarischen Regierung unzufrieden zu sein. „Die Regierung schafft gute Rahmenbedingungen für die Menschen und für die Unternehmen", sagte der Audi-Vorstandschef im vergangenen Jahr bei der Grundsteinlegung für eine Autofabrik im westungarischen Györ. Etwa eine Milliarde Euro investiert die VW-Premiumtochter in der ehrwürdigen Universitätsstadt, eine der größten Investitionen in der jüngeren ungarischen Geschichte.

Und Audi ist nicht der einzige deutsche Autohersteller, der sein Herz für Ungarn entdeckt hat. Gut 200 Kilometer südöstlich von Györ beginnt in Kecskemet in wenigen Monaten die Serienproduktion von zwei neuen Mercedes-Kompaktmodellen. Gut 800 Millionen Euro investiert der Stuttgarter Konzern in seine erste Fabrik in Osteuropa. Doch damit ist die Liste nicht abgeschlossen: Opel gibt etwa 500 Millionen Euro für Kapazitätserweiterungen in seinem ungarischen Motorenwerk aus. Zugleich bringen die Autohersteller auch die Zulieferer mit. Deshalb gehört etwa der Bosch-Konzern zu den großen Investoren in Ungarn.

Es klingt wie ein großer Widerspruch, dass die Autohersteller mit Ungarn ziemlich zufrieden sind. In anderen Branchen hingegen ist das Wehklagen groß. Energie-Unternehmen, Handels-Konzerne, die Riesen aus der Telekommunikation: Sie müssen seit bald zwei Jahren tiefer in die Taschen greifen und Sondersteuern an das Finanzministerium in Budapest abführen.

Besonders große Opfer nimmt die Finanzbranche auf sich: Erst wurden die privaten Rentenfonds verstaatlicht, was die Versicherungen getroffen hat. Dann kamen die Banken an die Reihe: Die Kreditinstitute zahlen in Ungarn die höchste Bankensteuer Europas. Außerdem hat die Regierung ein Hilfsprogramm für in Not geratene Schuldner von Fremdwährungskrediten beschlossen. Die milliardenschweren Kosten dafür dürfen die Banken tragen.

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Neue Investitionen werden vermieden

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  • Vor der Finanzkrise sahnten die Banken bis zu 20% nach steuern ab. Die "Dienstleister" wie DT-Telekom hatten primär erst einmal Arbeitsplätze abgebaut und dann bei niedrigeren Kosten gleichhohe Preise verlangt wie im Westen. Ach ja, und die armen Banken die Franken-Kredite den unbedarften Bevölkerung aufschwatzten müssten nun auf ein Teil der Extragewinne durch die Kursexplosion in einigen Fällen verzichten. Wie schrecklich!
    Alles Geschäftszweige die Monopole bildeten mittels Finanzkraft und das Geld aus dem Land aubsaugten.
    Industrien die investieren und Jobs schaffen beklagen sich nicht.
    Und da fällt niemandem auf wer die Hetze aus dem Westen gegen die Orban-Regierung treibt?

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