Ungarn
Premier Gyurcsany verteidigt seine Lügen-Rede

Nach dem Abflauen der Massenproteste geht Ungarns Premierminister Ferenc Gyurcsany jetzt in die Offensive. Sein Eingeständnis, die Bevölkerung vor den Wahlen belogen zu haben, sei nicht anderes gewesen als ein dramatischer Appell, die eingeleiteten Reformen umzusetzen, sagte Gyurcsany dem Handelsblatt (Montagsausgabe).

BUDAPEST. "Diese Rede richtet sich gegen eine gewisse ungarische Mentalität, gegen die bei vielen Bürgern fehlende Courage für wirkliche Veränderungen." Die Ungarn müssten Abschied von der Illusion nehmen, "dass immer einer sagt, was wir tun sollen, dass immer andere die Verantwortung tragen."

Gyurcsany verteidigte sein umstrittenes Sparprogramm. Es sei notwendig, um das Vertrauen in die ungarische Wirtschaft zu stärken. So habe die Produktivität in den vergangenen sechs Jahren nicht mit dem Anstieg der Einkommen Schritt halten können. "Wir haben zu viele Zugeständnisse an traditionelle linke Politik gemacht. Deshalb stehen wir heute vor bestimmten Grenzen." Einen Rücktritt lehnte der Premier ab....

 
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