Universität von Teheran
Ahmadinedschad zuhause als Diktator beschimpft

Kritik ist der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ja gewöhnt, aber nun hat er sich auch zuhause drastische Schmähungen anhören müssen: Rund 100 Studenten der Uni von Teheran haben den Staatschef öffentlich beschimpft. Der blieb allerdings ungerührt.

HB TEHERAN. Beim Besuch Ahmadinedschads an der Universität skandierten die Studenten nach Augenzeugenberichten Parolen wie „Tod dem Diktator“. Sie verglichen Ahmadinedschad mit dem früheren chilenischen Diktator Augusto Pinochet und forderten die Freilassung inhaftierter Kommilitonen. Nach Handgreiflichkeiten mit anderen Studenten, die Anhänger Ahmadinedschads sind, schritt die Polizei ein.

Der Präsident zeigte sich nach Angaben von Augenzeugen unbeeindruckt und sprach ungerührt weiter über die Verdienste der Wissenschaft und die Probleme westlicher Demokratien.

Auslöser der Proteste war ein Zutrittsverbot zu dem Saal, in der der Präsident eine Rede zur Eröffnung des akademischen Jahres halten wollte. Bereits vor einem Jahr hatten Studenten dessen Eröffnungsrede gestört, worauf jetzt nur eine begrenzte Zahl Ahmadinedschad wohlgesonnener Studenten zu der Veranstaltung zugelassen wurde.

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