Uno-Klimagipfel
Im Klimawandel-Fonds fehlen Milliarden

2015 soll das Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls beschlossen werden. Den politischen Willen dazu will die Uno mit einem Klimatreffen stärken. Dort versprechen die USA und China mehr Einsatz - doch es gibt Probleme.
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New YorkZum Abschluss des Uno-Klimagipfels in New York haben die Vereinten Nationen die Finanzierungslücke in ihrem Fonds gegen den Klimawandel auf 7,7 Milliarden Dollar beziffert. Bislang seien erst 2,3 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,8 Milliarden Euro) von den Mitgliedstaaten zugesagt worden, davon jeweils eine Milliarde von Deutschland und Frankreich, sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon am Dienstagabend (Ortszeit).

Deutschland hatte sein Versprechen schon vor dem Klimagipfel gegeben, Frankreich zog am Dienstag nach. Laut der Hilfsorganisation Oxfam kamen die restlichen Zusagen von Südkorea, Dänemark, Norwegen, Mexiko und der Schweiz.

Der sogenannte Green Climate Fund soll armen Ländern helfen, die am stärksten von steigenden Temperaturen und Umweltkatastrophen betroffen sind. Bis zum Jahresende soll der Fonds sein Zielvolumen von zehn Milliarden Dollar erreicht haben. Die Empfängerstaaten sollen mit dem Geld auch dabei unterstützt werden, ihre Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Mehr als 120 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt haben sich beim Uno-Klimagipfel zu einem stärkeren Engagement gegen die Erderwärmung bekannt. Auch die USA und China, die beiden Nationen mit dem höchsten Treibhausgasausstoß, versprachen am Dienstag in New York mehr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel. Umweltschutzorganisation bezweifelten aber, dass von dem Gipfel der nötige Schwung für ein weitreichendes globales Klimaschutzabkommen ausgeht.

Ban: "Wir sind nicht zum Reden hier"

"Wir müssen der Welt heute einen neuen Kurs geben", sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zum Auftakt des eintägigen Treffens vor der Generaldebatte der Vereinten Nationen. Der Klimawandel bedrohe den Frieden, den Wohlstand und die Erfolgsaussichten von Milliarden Erdbewohnern. "Wir sind nicht zum Reden hier", sagte Ban, "wir sind hier, um Geschichte zu schreiben."

US-Präsident Barack Obama mahnte zur Eile im Kampf gegen die Erderwärmung. Die Welt müsse sich der "dringenden und wachsenden Bedrohung" durch den Klimawandel stellen, sagte Obama. Der Präsident erkannte dabei die "besondere Verantwortung" der USA und Chinas bei der Verringerung des CO2-Ausstoßes an.

Peking war nur durch Vize-Regierungschef Zhang Gaoli vertreten, der aber die Bereitschaft seines Landes zu einer internationalen Zusammenarbeit beim Klimaschutz erklärte, "um eine bessere Zukunft zu schaffen". Gaoli nahm zugleich die Industrienationen in die Pflicht, die Schwellenländer bei ihren Klimabemühungen finanziell und technologisch zu unterstützen.

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  • @ Torsten Steinberg „...die an die Möglichkeit glauben, dass Klima durch menschliches Wirken beeinflussbar ist.“

    Kann es sein, daß Sie zuviel Latif gelesen haben?

    „...dringend erforderlich auf den Anstieg des Meeresspiegels und andere Folgen entsprechend zu reagieren,...“

    Der ist in den letzten Jahrzehnten um wieviel gestiegen?

    „...wenn Millionenstädte und fruchtbare Küstenstriche überflutet werden.“

    Wer am Ufer baut, muß sich nicht wundern daß er bei bestimmten Wetterlagen und Windrichtungen nasse Füße bekommt. Vielleicht betrachten Sie einmal diese Seite. Da haben die Folgen nichts mit dem Klimawandel, auch nichts mit dem Wetter, sondern lediglich mit der Blauäugigkeit der Bauherren und derer zu tun, die das Bauen dort genehmigt haben.

    „Der Glaube daran, dass der Klimawandel einerseits zum großen Teil durch menschliches Tun verursacht ist ......“

    Ja, und wo ist der Beweis? Der Klimawandel besteht, das schrieb ich schon, seit es Klima auf der Erde gibt und wer als Mensch glaubt, daß er diesen beeinflussen kann, sollte sich über die Bedeutung des Menschen in der Erdgeschichte Gedanken machen. Der Mensch ist bedeutungslos.

    „Sie glauben, auf den unvermeidlichen Anstieg der Meere muss irgendwie reagiert werden.“

    Das glauben Sie. Ich weiß, daß auf den von Ihnen apostrophierten Anstieg der Meere mit Küstenschutzmaßnahmen reagiert wird. Ich wohne dort und weiß auch welche Kraft Natur hat, die hatte sie schon immer und, als Metapher, sie lacht über uns.

    Übrigens, die Bevölkerungswanderungen sind längst im Gange und haben nichts mit dem Klimawandel zu tun. Es geht auch nicht um Wasser, sondern schlicht um wirtschaftliche Teilhabe. Und diese Wanderungen haben mehr mit Krieg und Religion zu tun, als mit dem Klimawandel.

  • So besteht zwischen uns insofern Übereinstimmung, dass es Klimawandel gibt. Das ist doch schon einmal was. Hoffentlich sind Sie nicht zu sehr bestürzt darüber, dass ich zur Fraktion derer gehöre, die an die Möglichkeit glauben, dass Klima durch menschliches Wirken beeinflussbar ist. Nur habe ich es nicht explizit erwähnt.

    Aber wäre es nicht auch Ihrer Meinung nach dringend erforderlich auf den Anstieg des Meeresspiegels und andere Folgen entsprechend zu reagieren, selbst wenn der feststellbare Klimawandel nicht menschengemacht wäre und rein natürliche Ursachen hätte? Auch wer nicht glaubt, dass der Klimawandel menschengemacht ist, kann, um nur ein Beispiel aus der Palette kommender Katastrophen herauszugreifen, doch nicht, nur weil die Ursachen nicht selbst verschuldet sind, tatenlos zusehen, wenn Millionenstädte und fruchtbare Küstenstriche überflutet werden. Wenn ein LKW bei rot über die Kreuzung donnert, springt ein kluger Fußgänger schnell zur Seite, auch wenn seine Ampel grünes Licht zeigt. Es sei denn er ist rechthaberisch und dumm.

    Der Glaube daran, dass der Klimawandel einerseits zum großen Teil durch menschliches Tun verursacht ist und andererseits durch menschliches Handeln eingedämmt werden kann, ist im Grunde nicht eine Drohung, sondern eine große Hoffnung, dass wir zukünftigen Generationen die Welt ähnlich erhalten können, wie wir sie kennen, also ohne dass große, heute dicht besiedelte Landstriche unbewohnbar werden und Mangel an trinkbarem Wasser und Lebensmitteln sich in unkontrollierbarem Maße breit machen, ohne dass gewaltige Bevölkerungswanderungen und Verteilungskämpfe die Menschheit ins Chaos stürzen. Als jemand, der glaubt, das Klima ließe sich nicht vom Menschen beeinflussen, müssen Sie ja noch viel pessimistischer in die Zukunft sehen.

    Der größte Unterschied zwischen uns: Ich glaube, der Anstieg der Meere lässt sich noch aufhalten. Sie glauben, auf den unvermeidlichen Anstieg der Meere muss irgendwie reagiert werden. Teuer wird beides.

  • @ Torsten Steinberg „Wenn die überwältigende Mehrheit den Klimawandel nicht in Zweifel zieht, wird das von den Gegnern gerne als Ökodiktatur apostrophiert.“

    Es wird nicht von Klimawandel gesprochen, sondern von menschengemachtem Klimawandel. Das ist der entscheidende Unterschied. Das Klima der Erde ändert sich, seit es Klima auf der Erde gibt. Da gab es kalte Zeiten und sehr viel wärmere als heute. Hat mit der Tätigkeit des Menschen recht wenig zu tun.
    Das, was auf diesem „Klimagipfel“ passiert, ist politischer Aktionismus, weiter nichts. Bestürzend ist, daß es viele Menschen in D gibt, die diesen Schwindel auch noch glauben.

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