Unterstützung aus Moskau
Putin für Sitz Deutschlands im UN-Sicherheitsrat

Deutschland erhält Rückenwind aus Russland: Präsident Wladimir Putin kündigte an, die Bemühungen der Bundesregierung um einen Ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu unterstützen. Deutschland dürfe nicht länger für seine NS-Vergangenheit gegeißelt werden.

HB BERLIN. Deutschland habe die richtigen Schlussfolgerungen aus den Gräueln des Zweiten Weltkriegs gezogen, sagte Putin in einem gemeinsamen Interview mit Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) aus Anlass des 60. Jahrestages des Kriegsendes der „Bild“-Zeitung (Samstagsausgabe).

Man dürfe Deutschland nicht zwingen, „das Haupt stets mit der Asche zu bestreuen und sich dauernd zu geißeln“, sagte Putin dem Vorabbericht zufolge. Das Land dürfe sich in seinen Rechten auf der Weltbühne nicht beeinträchtigt fühlen. „Daher wird die Russische Föderation sich für die Stärkung der Rolle der Bundesrepublik in der Uno, auch als eines ständigen Mitglieds des UN-Sicherheitsrats, einsetzen.“

Schröder und Putin nannten als wichtigste Aufgaben der beiden Länder die Bekämpfung des Terrorismus sowie der Armut auf der Welt. Schröder wird an den Feierlichkeiten in Moskau am 9. Mai zum Ende des Krieges teilnehmen.

Nach dem Weltkrieg bekamen nur die Siegermächte Russland, USA, Frankreich und Großbritannien sowie China einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat. Jedes dieser Länder kann mit einem Veto Beschlüsse des Rates verhindern.

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