Untersuchungen in drei Städten
Schüsse nach Anti-Terror-Razzien in Den Haag

Nach einer Serie von Anti-Terror-Razzien in Den Haag sind in der niederländischen Stadt am Freitag Schüsse zu hören gewesen. Dies berichten niederländische Medien.

HB AMSTERDAM. Zuvor hatte die niederländische Polizei sieben Terrorverdächtige festgenommen und das Regierungsviertel in Den Haag teilweise abgesperrt. Rund zwei Dutzend Beamte blockierten die Zugänge zu beiden Häusern des Parlaments. Die wöchentliche Kabinettssitzung wurde aber wie geplant abgehalten. Die Polizeirazzia fand in drei Städten der Niederlande statt.

Der Hauptverdächtige unter den Festgenommenen war nach Angaben der Staatsanwaltschaft der 19-jährige aus Marokko stammende Samir Azzouz, der erst zu Beginn des Jahres in einem Prozess von Terrorvorwürfen freigesprochen worden war. Er soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft versucht haben, automatische Waffen und Sprengstoff zu kaufen. Ziel seien vermutlich Anschläge auf Politiker und das Parlament gewesen.

Berichte über eine Schießerei und die Explosion einer Handgranate im überwiegend von Einwanderern bewohnten Stadtteil Schilderswijk wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen.

Niederländische Medien hatten am Donnerstag über neue Drohungen gegen die Abgeordneten Ayaan Hirsi Ali und Geert Wilders berichtet, die Kritiker eines radikalen Islams sind. Beide traten nach dem Mord an dem Filmemacher Theo van Gogh im letzten Jahr mehrere Monate lang nicht in der Öffentlichkeit auf.

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