US-Außenminister Tillerson
USA erwägen Präventivschlag gegen Nordkorea

Bei einem Besuch in Südkorea droht US-Außenminister Rex Tillerson dem Nachbarstaat: Sollte das nordkoreanische Atomprogramm weiterentwickelt werden, könnten die USA eingreifen. Mit Waffengewalt.
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SeoulUS-Außenminister Rex Tillerson hat einen Präventivangriff gegen Nordkorea nicht ausgeschlossen. Es könnte möglich sein, dass die USA vorbeugende militärische Schritte ergreifen müssten, wenn die Bedrohung durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm eine Stufe erreiche, die ein Handeln erfordere, sagte Tillerson am Freitag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Zuvor hatte er die militarisierte Grenzzone zwischen den beiden Koreas besucht.

Die "strategische Geduld" der USA mit dem kommunistischen Land sei am Ende, so Tillerson. Stattdessen würden im Einvernehmen mit Südkorea neue Sicherheitsmaßnahmen und diplomatische Vorgehensweisen erarbeitet. Auf Nachfrage bestätigte Tillerson, dass dies auch ein militärisches Vorgehen einschließen könnte. Das gemeinsame Ziel der USA und Südkorea sei eine vollständige nukleare Abrüstung Nordkoreas.

„Alle Optionen liegen auf dem Tisch“, sagte Tillerson auf die Frage, ob militärische Maßnahmen gegen Pjöngjang eine Möglichkeit für die USA darstellten. Sein Land wolle keinen militärischen Konflikt. Sollte Nordkorea jedoch mit seinen Aktivitäten südkoreanische oder amerikanische Truppen bedrohen, werde es eine „angemessene Reaktion“ geben.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " US-Außenminister Tillerson: USA erwägen Präventivschlag gegen Nordkorea"

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  • @ Frau ke Schludewig

    So bedeutend und deshalb interessant sind die wirtschaftlichen Ressourcen in Syrien nicht, als das sich damit die Unterstützung und Schaffung des IS in Syrien begründen ließe.

    Da waren wohl sehr viel geostrategische Interessen (Beseitigung russischer Militärbasen inkl. maritimer Zugang zum Mittelmehr) der tatsächliche Grund.

  • Northkorea is best Korea! ;-)

  • So, die lieben Trump-Verehrer, wie war das jetzt mit der bösen "Kriegstreiberin" Clinton?

    Was haben die USA mit Nordkorea zu schaffen? Nichts.

    Ist Nordkorea eine Bedorhung für die USA? Nein.

    Ergo: man droht mit einem weiteren unrechtmäßigen Angriffskrieg à la Bush/Rumsfeld - als ob man nicht im Nahen Osten schon genug Unheil angerichtet hätte.

    Und sowas findet AfD-Fan Hofmann natürlich wieder toll.

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