US-Demokraten
Ehemaliger US-Präsident Clinton preist Obama

2008 waren sie Gegenspieler, heute sind sie Alliierte. Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat auf dem Parteitag der Demokraten Amtsinhaber Barack Obama gegen die beißende Kritik der Republikaner verteidigt.
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CharlotteDer ehemalige US-Präsident Bill Clinton hat die Bilanz seines Nachfolgers Barack Obama gelobt und die Kritik der Republikaner zurückgewiesen. Anders als die Opposition behaupte, habe Obama in seinen ersten vier Jahren den Grundstein für eine moderne Wirtschaft und Millionen neuer Arbeitsplätze geschaffen, wolle Clinton laut vorab veröffentlichten Redeauszügen am Mittwochabend auf dem Parteitag der Demokraten in Charlotte (North Carolina) sagen. Der 66-Jährige ist für die offizielle Ansprache zu Obamas Nominierung für die Wahl im November vorgesehen.

Dem Auftritt wird sehr große Bedeutung beigemessen, da Clinton als beliebtestes Mitglied der Partei gilt. Zudem war das Verhältnis der beiden einst sehr angespannt, weil Bill Clintons Ehefrau Hillary 2008 die parteiinternen Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur gegen Obama verlor. Heute ist sie als Außenministerin Teil der Regierung.

Den Republikanern wolle Clinton vorwerfen, eine ungerechte und unsolidarische Gesellschaft schaffen zu wollen. Die Partei von Obamas Herausforderer Mitt Romney sei an der Wirtschaftsmisere schuld, die auch heute noch für hohe Arbeitslosenzahlen und schwaches Wachstum sorgt. Die Probleme seien unter der Regierung von Obamas republikanischem Vorgänger George W. Bush entstanden.

Unterdessen gab es Tumult auf dem Parteitag der US-Demokraten. Mit einer chaotischen Abstimmung ließ die Parteiführung am Mittwoch (Ortszeit) gegen erheblichen Widerstand von Delegierten zuvor entfallene Bezüge auf Gott sowie Jerusalem als israelische Hauptstadt nachträglich wieder in das Parteiprogramm schreiben. Präsident Barack Obama habe die Rückkehr zu der alten Formulierung persönlich angeordnet, hieß es aus seinem Wahlkampfteam.

Die Fassung des Parteiprogramms, die am Dienstag auf der "Convention" verabschiedet worden war, verzichtete auf einen Passus, in dem Israel als Hauptstadt Israels bezeichnet wird. Auch das Wort "Gott" tauchte anders als in früheren Parteiprogrammen nicht mehr auf. Die politischen Programme der US-Parteien sind unverbindlich. Die Änderungen bei den Demokraten riefen allerdings scharfe Kritik der Republikaner hervor.

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Abstimmung über Änderungsantrag

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  • Auf dem Beitrag der Demokraten, vermute ich doch.

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