US-Politikwissenschaftler Fukuyama
„Die Gefahr des IS-Terrors liegt in der Überreaktion“

PremiumFrancis Fukuyama träumte einst vom Siegeszug der Demokratie. Heute bezweifelt der US-Politikwissenschaftler , dass der Nahe Osten so überhaupt zu befrieden ist. Dem Westen rät er, von Interventionen in der Region abzusehen. Für ihn geht es nur um eins: Schadensbegrenzung.

WashingtonSeine These vom „Ende der Geschichte“ hat Francis Fukuyama zum Popstar der politischen Wissenschaft gemacht. Doch wer sich von ihm fetzige Sprüche erhofft, wird enttäuscht. Der 63-jährige Stanford-Professor spricht leise und nachdenklich, scheut plakative Slogans. Zuletzt hat sich Fukuyama intensiv mit politischem Verfall beschäftigt. Ein Phänomen, das er nicht nur im Nahen Osten beobachtet, sondern auch in Europa und den USA.

Professor Fukuyama, Sie haben bestritten, dass der Islamische Staat eine „existenzielle Gefahr“ für den Westen darstellt. Bleiben Sie dabei – auch nach den Attacken von Paris, Brüssel und Nizza? Erst vor wenigen Wochen haben deutsche Spezialeinheiten wieder eine...

 
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%