US-Vorwahlen
Und der Sieger heißt… Obama

Bei ihrem „Super Tuesday“ hatten die Republikaner auf ein Ende des Bruderkampfes gehofft, doch das Gegenteil ist passiert: Beide Favoriten feierten wichtige Siege. Das Rennen geht weiter. Freuen darf sich der Präsident.
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WashingtonSelten gab es an einem Wahlabend so viele Sieger. „Ich bin bereit, unser Land zum Wohlstand zu führen“, rief Mitt Romney seinen Fans in Boston zu. In Georgia freute sich ein gelöster Newt Gingrich: „Wir werden die Nominierung gewinnen“. Auch Rick Santorum gab sich hochzufrieden: „Wir haben im Westen gewonnen, im Mittelwesten und im Süden, und wir sind bereit, überall in diesem Land zu gewinnen“, sagte er in einer Turnhalle in Steubenville, Ohio.

Im quälend langen Vorwahlkampf der Republikaner sollte am Dienstag, dem „Super Tuesday“, eigentlich die Vorentscheidung fallen. Welcher Kandidat sammelt bei den Wahlen in zehn Bundesstaaten die meisten Delegiertenstimmen, um im August zum Herausforderer von Präsident Barack Obama nominiert zu werden? Zum Verdruss der Parteispitze, die endlich Ruhe haben will, hat auch die Mega-Wahl immer noch keine Klarheit gebracht.

Im Gegenteil: Das Rennen ist so offen wie nie. Der Multimillionär Romney – der hartnäckig als Favorit gilt – gewann in Virginia, Vermont, Idaho, Alaska und Ohio sowie in seinem Heimatstaat Massachusetts. Sein schärfster Konkurrent, der erzkonservative Ex-Senator Santorum, konnte dagegen Tennessee, North Dakota und Oklahoma für sich entscheiden. Und auch der abgeschlagene Ex-Parlamentspräsident Gingrich strich einen wichtigen Sieg ein: Er holte die meisten Stimmen in Georgia, seinem Heimatstaat.

Am spannendsten war die Stimmenauszählung bei der wichtigsten Wahl des Abends: in Ohio. Der industriell geprägte Bundesstaat gilt als klassischer „Swing State“ - mit wechselnden Mehrheiten für Demokraten und Republikaner. Das Abschneiden hier gilt als Gradmesser für die landesweite Wählbarkeit der Bewerber: Wer die republikanischen Anhänger in Ohio nicht mobilisieren kann, dürfte im Duell mit Barack Obama bei der Präsidentenwahl am 6. November große Probleme haben. Zudem ist noch nie ist ein Republikaner Präsident geworden, der nicht die Vorwahl in Ohio gewonnen hat.

Romney und Santorum lieferten sich in Ohio ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Romney am Ende hauchdünn für sich entschied: 38 Prozent stimmten für ihn, Santorum erreichte 37 Prozent der Stimmen.

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Der süffisante Spott des Präsidenten

Kommentare zu " US-Vorwahlen: Und der Sieger heißt… Obama"

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  • OMG, diese Narren!
    Ich sage nur: "Mr. IchglaubenichtandieEvolution"

  • Romney is just another NWO puppet.

  • Warum spricht man auch hier nicht von RON PAUL?!
    DDRv2.de

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