US-Wirtschaftsbilanz
Warum Obama doch kein Versager ist

Auch wenn die nackten Zahlen dürftig sind: Obama hat die US-Wirtschaft vor dem Kollaps gerettet. Trotzdem punktet auch Romney beim Thema Wirtschaft. Bei der Wahl geht es deshalb um eines: Wem glauben die Amerikaner mehr?
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BostonBarack Obama bewirbt sich bei den Amerikanern um eine abermalige Anstellung als Präsident – doch die bisherigen Leistungen in seinem Lebenslauf scheinen auf den ersten Blick ziemlich dürftig. Vor allem auf dem Feld der Wirtschaft, dem wichtigsten Thema dieses Wahlkampfes: Eine Arbeitslosenquote von 7,9 Prozent hat er vorzuweisen, für amerikanische Verhältnisse viel zu hoch. Ein Wirtschaftswachstum von zuletzt zwei Prozent, für amerikanische Verhältnisse viel zu niedrig.

Dazu Staatsschulden von 16,4 Billionen Dollar, außerhalb jeden Verhältnisses. Genauso wie die 47 Millionen Amerikaner, die auf staatliche Nahrungmittelhilfen angewiesen sind, mehr als jemals zuvor. Die Liste ist noch länger: Hinzu kommen eine bröckelnde Mittelschicht, ein dürftiges öffentliches Bildungssystem, explodierende Kosten bei den Sozialkassen und eine teilweise marode Infrastruktur.

Wie kann es also sein, dass Obama trotzdem gute Chancen hat, den Job zum zweiten Mal zu bekommen? Immerhin zieht sein Konkurrent Mitt Romney seit Monaten erfolgreich durchs Land mit der These, die Politik des Präsidenten habe „einfach nicht funktioniert“?

Es kommt auf die Betrachtung an. Denn setzt man die wenig ermutigenden Wirtschaftsdaten ins Verhältnis, kann man genauso gut zu dem Schluss kommen, Obamas erste vier Jahre im Weißen Haus waren ein Erfolg.

Man muss sich nur erinnern, wie die Lage aussah, als er im Januar 2009 ins Amt kam: Die Finanzkrise hatte Amerika in die schlimmste Rezession seit den 30er Jahren geworfen, Banken, Unternehmen, die ganze Autoindustrie standen vor dem Aus.

Obama steuerte mit einem 800 Milliarden Dollar dicken Konjunkturpaket dagegen und machte weitere Milliarden aus der Steuerkasse locker, um General Motors und Chrysler mit weiteren Milliarden vor dem Untergang zu retten. Und weil das immer noch nicht reichte, legte der Präsident später noch ein weiteres Konjunkturpaket nach, um das Jobwachstum anzukurbeln. Unterstützt wurde er dabei von Notenbank-Chef Ben Bernanke, der die Märkte mit billigem Geld flutete.

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  • Zum Beispiel hat man erzählt, dass während der letzten Präsidentschaftswahlkampagne in den USA, Barack Obama und Hillary Clinton während eines Tages, dem 6. Juni 2008 verschwunden seien, um in aller Stille das Ende ihrer Rivalität auszuhandeln. In Wirklichkeit sind sie zum jährlichen Seminar der Bilderberg Gruppe in Chantilly (Virginia USA) gegangen. Am nächsten Morgen erklärte nun Frau Clinton, sie zöge sich von dem Wettbewerb zurück. Manche Autoren haben daraus geschlossen, dass diese Entscheidung im Laufe der Bilderberg Versammlung gefallen wäre. Dies ist nicht logisch, da diese Entscheidung seit drei Tagen schon sicher war, angesichts der Zahl der Stimmen in dem Investitionskomitee der Demokratischen Partei zu Gunsten von Senator Obama.

    Unserer Quelle nach ist etwas anderes passiert. Barack Obama und Hillary Clinton haben abseits ein finanzielles und politisches Abkommen getroffen. Senator Obama hat die Kasse seiner Rivalin wieder flottgemacht und ihr einen Posten in seiner Verwaltung angeboten (Frau Clinton hat den Vize-Präsidentenposten zurückgewiesen und das Staatsdepartement gewählt) gegen eine aktive Unterstützung seiner Kampagne gegen den Kandidaten der Republikaner.

    Dann wurden die beiden Leader durch James A. Johnson im Bilderberg Seminar eingeführt, wo sie versicherten, zusammen zu arbeiten. Seit langer Zeit schon war B. Obama der Kandidat der NATO. Herr Obama und Familie haben immer schon für die CIA und das Pentagon gearbeitet [3]. Noch dazu wurden die ersten Zuschüsse zu seiner Kampagne von der britischen Krone via den Geschäftsmann Nadhmi Auchi geliefert. Den schwarzen Senator den Bilderbergern präsentieren, entsprach einer Öffentlichkeitsarbeit auf internationalem Niveau von Seiten der Atlantischen Allianz zu Gunsten des zukünftigen Präsidenten der USA.

  • Stimmt "Warum Obama doch kein Versager ist" - ist die beste Werbung für Mitt Romney. Very good.

  • Wäre ich Ressortleiter von diesem Blatt, würde ich dem Versager, der diese Headline verfasst hat, morgen fristlos kündigen. ...

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