Ex-US-Botschafter Richard Burt
„Die aufgeheizte Rhetorik wird nicht vorübergehen“

PremiumWährend der US-Wahlkampf zwischen E-Mail-Affäre, FBI-Ermittlungen und Vorwürfen sexueller Übergriffe zur Schlammschlacht verkommt, mahnt der Veteran der US-Politik zur Ruhe. Die Herausforderungen für den neuen Präsidenten seien enorm.

Washington„Deprimierend“ sei das diesjährige Rennen ums Weiße Haus, sagt Richard Burt, einst Top-Diplomat unter US-Präsident Ronald Reagan, im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Deprimierend, weil egal wer gewinnt, die Polarisierung, die aufgeheizte Rhetorik und die gegenseitigen Blockaden wohl nicht vorübergehen werden.“

Dabei seien die Herausforderungen für den neuen Chef im Weißen Haus enorm, so der 69 Jahre alte Republikaner, der von 1985 bis 1989 US-Botschafter in Deutschland war, später für die USA die Start-Abrüstungsverträge mit der Sowjetunion aushandelte und heute eine Lobby-Firma in Washington führt. Vor allem in der Außenpolitik gibt er Hillary Clinton und Donald Trump Ratschläge mit.

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