Grüne Präsidentschaftskandidatin Stein
„Clinton und Trump sind gleichermaßen desaströs“

PremiumDie US-Grünen sind eine Splitterpartei ohne realistische Machtperspektive. Und doch könnten sie die Wahlen entscheiden. Im Interview spricht Kandidatin Jill Stein über ihre unerreichbaren Kontrahenten und das große Geld.

Die US-Präsidentschaft wird bekanntlich zwischen Demokraten und Republikanern ausgemacht. Doch auch Außenseiter treten an. Kandidaten wie die Grüne Jill Stein. Die Grünen sind eine Splitterpartei ohne realistische Machtperspektive. Dennoch können sie Wahlen entscheiden, schon im Jahr 2000 haben sie das bewiesen: George W. Bush verdankte seinen Sieg dem grünen Aktivisten Ralph Nader, der dem Demokraten Al Gore entscheidende Stimmen abnahm. Stein kennt diese Vorwürfe. In ihrer improvisierten Wahlkampfzentrale in Philadelphia hängt ein Plakat: „Lehne das geringere Übel ab, kämpfe für das höhere Ziel.“ Für Stein bedeutet dies: Die Krönungsmesse von Hillary Clinton stören und die „politische Revolution“ fortsetzen, die Bernie...

 
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