US-Wahl
Trump holt Provokateur ins Weiße Haus

Kann das gutgehen? Kurz nach seiner Wahl versucht Donald Trump einen Spagat zwischen dem Partei-Establishment und seiner radikaleren Basis. Er setzt auf einen Insider und beruft einen Hetzer. Das birgt Zündstoff.
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WashingtonTrotz seiner massiven Wahlkampf-Kritik am „Washingtoner Sumpf“ setzt der künftige US-Präsident Donald Trump bei seiner ersten wichtigen Personalentscheidung auf einen Insider. Den enorm einflussreichen Posten des Stabschefs im Weißen Haus vergibt der Republikaner an den Parteivorsitzenden Reince Priebus.

Zugleich berief Trump am Sonntag den radikalen Provokateur Steve Bannon, der ebenfalls als Anwärter auf das Amt des Stabschefs gegolten hatte, zu seinem Chefstrategen. Damit versucht er offensichtlich, eine Brücke zum Partei-Establishment sowie dem Kongress zu schlagen - und es zugleich seiner erzkonservativen Basis recht zu machen.

Gemischte Signale sendete Trump auch in anderen Punkten: So kündigte er in einem am Sonntag (Ortszeit) ausgestrahlten Interview des Senders CBS an, rasch zwei bis drei Millionen illegal eingereiste Ausländer - „Kriminelle, Drogendealer und Bandenmitglieder“ - ausweisen oder einsperren zu lassen.

Offen ließ Trump, wie er mit den übrigen Einwanderern ohne gültige Papiere - „wunderbare Leute“, wie er sie in dem Interview nannte - verfahren werde. Er wolle darüber entscheiden, wenn die Grenzen gesichert seien, sagte Trump. Im Wahlkampf hatte der Populist Massendeportationen angekündigt. In den USA leben schätzungsweise elf Millionen illegal eingewanderte Menschen.

Weiter bekräftigte Trump zwar, er werde an seinem umstrittenen Plan eines Mauerbaus an der Grenze zu Mexiko festhalten - aber mit Abstrichen. In einigen Gebieten könnte es auch „etwas Einzäunung“ geben, sagte der 70-jährige Milliardär, der am 20. Januar vereidigt wird.

Bereits zuvor hatte Trump in einem Interview des „Wall Street Journal“ erklärt, dass er die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama nicht komplett abschaffen, sondern einige Teile davon in ein neues Konzept überführen werde.

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Priebus kennt den Politikbetrieb aus dem Effeff

Kommentare zu " US-Wahl: Trump holt Provokateur ins Weiße Haus"

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  • Enrico "FatFinger" Caruso,
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    vorsorglich gleich schon mal Beleidigungen ("H4ler") loszulassen!
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    Hat er doch selbst geschrieben, werter Enrico.....

  • Marc Hofmann,

    über die realen Fakten können wir uns gern nach den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit unterhalten, und zwar

    1. dass was donny vor der Wahl gesagt hat und
    2. was sich real getan hat.

  • @ Robbie McGuire
    Schauen Sie halt einfach die realen Fakten an.

    Trump hat ja nicht nur die Wahl gewonnen sondern er hat die Wahl mit seinen persönlichen Einsatz gegen die Demokraten, gegen die Republikaner und die US-Deutschen Medien gewonnen.
    Er hat für die Republikaner die 2 Representantenkammern gewonnen.
    Er hat die Mehrheit der Wahlmänner/frauen und die Mehrheit der Wähler gewonnen.
    Er hat den linken Flügel der Demokraten mit Berni Sanders die "Obamacare" Hand ausgestreckt.
    Er sorgt für klare und geordnete Verhältnisse mit den Rausschmiss von illegalen Einwanderen in der US Gesellschaft.
    Er hat Nigel Farage empfangen um den korrupten Grün-Sozialistischen (kommunistischen) Kurs EU-Deutschland unter der Führung von Merkel, Junker und Co. zu signalisieren....ich weis wer ihr seit und was ihr mit euren Völkern macht. Und ich werde euch bekämpfen.
    Ich werde nicht länger eure Schutzmacht oder euren Pitbull bei euren perversen Welteroberungs-Bevormundungsspiele sein. Amerikan fist! Great again!

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