USA beginnen Einsatz
Liberias Rebellen räumen Hafen

Die Rebellen in Liberia haben am Donnerstag die Kontrolle des für die Versorgung des Landes entscheidenden Hafens der Hauptstadt Monrovia an die westafrikanischen Friedenstruppen abgegeben. Mit der Landung erster US-Marineinfanteristen auf dem Flughafen begann zudem der Einsatz der US-Truppen zur Friedenssicherung in dem vom 14-jährigen Bürgerkrieg erschütterten Land.

Reuters MONROVIA. Hilfsorganisationen hofften, durch eine Wiedereröffnung des Hafens mit ihren Lieferungen die Not leidende Bevölkerung zu erreichen. Mit Freudentänzen und Gesang feierten tausende Einwohner auf den Straßen den Einzug der von Nigeria geführten Friedenstruppe Ecomil in bislang von Rebellen gehaltene Stadteile Monrovias.

„So lange Ecomil hier ist, ist der Krieg vorbei“, sagte der 28-jährige Laurence Saywula, der wochenlang hinter der Rebellenfront festsaß. Die Rebellen haben zugesagt, mit der Ankunft der Friedenstruppen am Donnerstag auch die Hauptstadt zu räumen.

Neun Hubschrauber brachten zudem US-Soldaten zu dem Flughafen etwa 45 Kilometer außerhalb der Hauptstadt. Aus US-Militärkreisen verlautete, 120 Soldaten sicherten das Gelände. Insgesamt sollen den USA zufolge 200 der insgesamt 2300 Marineinfanteristen eines Kriegsschiffs-Verbandes in den nächsten Tagen eingesetzt werden, um die Ecomil zu unterstützen. „Die Menschen hier sind alle so glücklich, die Marineinfanteristen zu sehen, weil sie aus Angst vor Rebellen-Angriffen ihre Häuser verlassen mussten“, sagte ein Flughafen-Mitarbeiter. „USA, Amerika“, jubelten viele Liberianer bei der Ankunft der Soldaten.

Die Friedenstruppen sollen die Lage in dem westafrikanischen Land stabilisieren, nachdem der ehemalige Präsident Charles Taylor nach schweren Kämpfen der Rebellen mit den Regierungstruppen auf internationalen Druck ins Exil gegangen war. Taylors Nachfolger, sein früherer Stellvertreter Moses Blah reiste am Donnerstag zu Gesprächen mit Rebellengruppen nach Ghana.

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