"USA haben großes Interesse an afrikanischem Öl"
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Zum G8-Gipfel sind auch afrikanische Staatschefs eingeladen und eines der großen Themen ist, wie schon im letzten Jahr, die Undurchsichtigkeit der Öleinnahmen am afrikanischen Kontinent.

HB NAIROBI. Es gehört fast schon zur Tradition, dass zum Gipfeltreffen der führenden Industriestaaten auch ein paar afrikanische Staatschefs eingeladen werden. In den vergangenen Jahren wurden jeweils große Initiativen angekündigt - der „Global Fund“ für den Kampf gegen Aids, eine Partnerschaft für Entwicklung und zuletzt ein Aktionsplan, der gute Staatsführung fördern sollte. Hinter all dem Engagement für den Schwarzen Kontinent stehen aber auch handfeste wirtschaftliche Interessen.



„Die USA haben ein großes Interesse an afrikanischem Öl“, sagt Gavin Heimahn von der Lobbygruppe Global Witness in London. So eine Einladung diene auch dazu, die Türen offen zu halten. Derzeit importieren die USA etwa 15 Prozent ihres Öls aus Schwarzafrika; in den kommenden Jahren soll der Anteil auf ein Viertel steigen. Angesichts der instabilen Lage am Persischen Golf bemüht sich Washington, seine Abhängigkeit von Importen aus dieser Region zu verringern. Rund 60 Milliarden Dollar wollen die USA in den kommenden Jahren in die Ölförderung in Afrika investieren.



Zum diesjährigen G8-Gipfel auf Sea Island vor der Küste des US- Bundesstaates Georgia ist neben anderen auch der nigerianische Präsident Olusegun Obasanjo eingeladen. Sein Land ist der größte Ölförderer auf dem Kontinent. Nach Angaben der US-Energiebehörde stand Nigeria 2002 an fünfter Stelle der Rohöl-Lieferanten für die USA. Anglo-amerikanische Gruppen wollen in den kommenden Jahren die Fördermenge von zwei auf vier Million Barrel pro Tag erhöhen.



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