USA und Asien
Die asiatische Freundschaftstour von „Mad Dog“ Mattis

Trumps Verteidigungsminister James Mattis besucht Korea und Japan, die wichtigsten asiatischen US-Alliierten im Wettlauf mit China. Japan wirbt mit einem riesigen Investitionsprogramm um die Gunst seines Verbündeten.
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TokioDonald Trumps Regierung beginnt, sich um seine Verbündeten zu kümmern. Während sich Vizepräsident Mike Pence mit Deutschlands Außenminister Sigmar Gabriel traf, reiste Verteidigungsminister James Mattis als erstes Kabinettsmitglied ins Ausland – und zwar nach nach Südkorea und Japan. Für die Asiaten ein starkes Signal: Dies zeige, dass Mattis „Stabilität in Asien als Schlüssel zu Amerikanischen Sicherheit ansieht“, urteilte die japanische Zeitung Nikkei.

Auch in seinen Gesprächen versuchte Mattis die Angst der Alliierten zu beschwichtigen, dass sich die USA von ihnen abwenden könnten. Trump hatte im Wahlkampf wiederholt gefordert, dass die Verbündeten mehr für den US-Schutz zahlen sollten. Dabei übernehmen beide Nationen einen Großteil der Kosten der großen US-Basen in ihren Ländern. Doch schon auf seiner ersten Zwischenstation in Südkorea versprach der ehemalige General Mattis, dem der Spitzname „Mad Dog“ anhängt, staatsmännisch eine noch stärkere Allianz.

Washington würde der Gefahr aus dem kommunistischen Nordkorea Seite an Seite mit Seoul begegnen, sagte er. Nordkorea droht dem Süden, den USA und Japan immer wieder mit Krieg und atomarer Vernichtung. „Jede Attacke auf die USA oder einen unserer Alliierten wird besiegt“, gelobte Mattis in Seoul. „Und jede Verwendung von nuklearen Waffen würde mit einer wirksamen und überwältigenden Antwort begegnet.“

Passend dazu versicherten sich beide Seiten, ein Raketenabwehrsystem zu stationieren. Dieser Schritt wird zwar von China und Russland attackiert, aber von Seoul und Washington als Maßnahmen gegen nordkoreanische Raketen verteidigt. Außerdem vereinbarten beide Seiten, gemeinsam China zu drängen, mehr Druck auf Nordkorea auszuüben.

China hat nach dem vierten Atomtest Nordkoreas Anfang 2016 zwar schärfere Sanktionen gegen seine nordkoreanischen Schützling unterstützt, aber nach Ansicht der USA hat Peking sie wieder einmal nicht ernsthaft umgesetzt, um seine wirtschaftlich marode Pufferzone zu Südkorea und damit die dortigen US-Truppen nicht noch weiter zu destabilisieren.

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Die asiatische Freundschaftstour von „Mad Dog“ Mattis

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Sie wollen Trump gnädig stimmen

Kommentare zu " USA und Asien: Die asiatische Freundschaftstour von „Mad Dog“ Mattis"

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  • Also jetzt wird es für Deutschland und die EU langsam eng...will man jetzt Japan und Asien auch noch in Club der Antidemokraten von Trump, May, Putin, aufnehmen...auch Australien und Indien wie auch Brasilien wird mit Trump, May und Putin weiterhin Geschäfte machen. Und das besser als unter Clinton und Obama.
    Auch China wird sich diesen Trump-US Sog nicht entziehen können bzw. vielleicht auch nicht wollen.....Trump und der Rest der Welt hat einfach mehr zu bieten als diese Grün-Sozialistische marktfeindliche CO2 freie EU-Deutsche Ideologiezone.

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