USA zeigen Europa die kalte Schulter
Obama entdeckt den Wirtschaftswunderkontinent

Nur Tage nach der Wiederwahl bereist Barack Obama Südostasien. Der „pazifische Präsident“ konzentriert sich auf die Wachstumsregion Asean - weil sie ein Gegengewicht zu China spielen kann. Deutsche Firmen sind in Sorge.
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New York/BerlinDie Europäer hatten Barack Obama am Wahlabend mit großer Mehrheit die Daumen gedrückt. Doch ob und wann sie auch auf einen Besuch des neuen alte US-Präsident hoffen dürfen, ist offen. Obamas Air Force One landete am Wochenende zwar im deutschen Ramstein – allerdings nur um aufzutanken: Der Amerikaner flog direkt weiter nach Asien. Keine zwei Wochen nach der Wiederwahl unternimmt Obama die erste Auslandsreise in der zweiten Amtszeit. Und die Wahl der Ziele – Thailand, Myanmar und Kambodscha – lässt keinen Zweifel daran, welche Region der Welt für ihn am meisten zählt: Es ist Südostasien, nicht Europa oder gar der nahe Osten.

Schon am Sonntag traf Obama in Thailand König Bhumibol Adulyadej und Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra. Am Montag besuchte er als erster US-Präsident Myanmar, vormals Birma, und machte der Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi seine Aufwartung. Am Dienstag geht es dann um das Geschäft: beim Gipfeltreffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh.

Damit setzt Obama, der sich einmal selbst als „Amerikas erster pazifischer Präsident“ bezeichnet hatte, auf seine Politik der vergangenen Jahre noch eins drauf. Bereits 2009 hatte er in Tokio ausgerufen, dass die „Schicksale von Amerika und Asien-Pazifik enger zusammenhängen als jemals zuvor“. Diese Weltsicht entspringt Obamas Biographie – er wurde in Hawaii geboren und verbrachte seine Kindheitsjahre in Indonesien. Viel mehr aber noch ist es eine Bestandsaufnahme der neuen geopolitischen und wirtschaftlichen Realitäten.

Bis zum Jahr 2030, so der US-Think-Tank National Bureau of Asian Research, wird knapp die Hälfte aller Menschen in dieser Region leben, die gleichzeitig für 43 Prozent des Welt-Bruttoinlandsprodukts und 35 Prozent des Handels aufkommen werde. Ein Riesen-Markt tut sich auf, und Obama wird zusehen, die USA dort gut zu positionieren. Bereits jetzt gehen rund ein Viertel aller US-Exporte nach Asien.

„Die weitere strategische Ausrichtung in Richtung Asien wird ein wichtiger Teil der zweiten Amtszeit des Präsidenten sein“, hatte der stellvertretende Sicherheitsberater Ben Rhodes vor Obamas Abflug gesagt. „Und es wird am Ende sein außenpolitisches Vermächtnis werden“. Die US-Regierung betrachte die Reise als Gelegenheit, amerikanische Exporte und den Führungsanspruch in der am stärksten wachsenden Weltregion „dramatisch zu erhöhen“.

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  • M.S.
    President Obama tut richtigerweise das, was deutsche Politiker und hochrangige Firmenvertreter schon seit Jahren haetten tun muessen.
    Sich hinterher aufregen, Befuerchtungen aeussern und wie die olle Frau Schmitz hinterherreisen ist mal wieder ''typisch'' deutsch.
    Welche deutsche Vertreter haben denn nach der politischen Oeffnung von Burma (Myanmar) vor Monaten dieses Land besucht ??

  • da hat ihn wohl Brzezinski hingeschickt...

  • Ja, Afrika soll mal USA-Staatsanleihen kaufen zu 1,2 % Zinsen. Die schwimmen doch im Geld und China hat keine Lust mehr auf den Niederig-Zins. In Indonesien kann Obama auch nachfragen, dort enstanden doch seine innreren Bindungen nach Asien, weil er dort aufwuchs. Wenn er nett fragt, kaufen die auch Staats-Anleihen.

    Dann kommt der Schuldenschnitt - und die USA ist frei von Schulden. Diesen griechischen Trick muss der Rest der Welt noch "lernen" !

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