Verhandlungen im Atomstreit gehen weiter
Atomenergiebehörde kritisiert Irans Angebot

Die IAEA hält ein Angebot der Regierung in Teheran zum Ende des Atomstreits für inakzeptabel. «Es gibt nichts weiter, was Iran tun könnte», sagte daraufhin der Außenminister des Landes.

HB BERLIN. Ungeachtet der jüngsten Zweifel europäischer Diplomaten an einen baldigen Abschluss der Verhandlungen mit Iran über das Atomprogramm des Landes glaubt die dortige Regierung fest daran. «Wir haben ihnen unsere endgültige Antwort gegeben und wir warten auf ihre endgültige Antwort. Wir hoffen, dass wir gut über diese Phase hinwegkommen», sagte der iranische Außenminister Kamal Charrasi am Samstag im iranischen Fernsehen. «Die meisten Fragen wurden beantwortet. Es gibt nichts weiter, was der Iran tun könnte», sagte der Politiker.

Aus diplomatischen Kreisen in Wien, dem Sitz der UN-Atomenergiebehörde IAEA, hatte es am Freitag geheißen, der Iran habe einen inakzeptablen Vorschlag vorgelegt. Die Regierung in Teheran bestehe darauf, Uran in ein Vorprodukt von Uran-Hexafluorid zu verarbeiten. Dieses Gas jedoch kann in Zentrifugen zu waffenfähigem Material weiter angereichert werden. Da beide Seiten noch verhandelten, verschob die IAEA die Veröffentlichung eines internen Berichts über den Iran.

Im vergangenen Monat boten die Europäer dem Iran ein Abkommen an, in dessen Rahmen auch ein Leichtwasserreaktor geliefert werden soll, falls die Regierung sämtliche Aktivitäten zur Anreicherung von Uran aufgibt. Falls nicht, würden die Europäer die USA dabei unterstützen, den Fall vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen.

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