Verschuldung von Griechenland
Ein gefährliches Spiel

PremiumZwei Schuldenschnitte haben Athen wenig gebracht. Das Institut für Wirtschaftsforschung spricht von der „weltweit größten Staatspleite in der Geschichte“.

DüsseldorfAm 28. Februar 2012 ist dann doch jenes Ereignis eingetreten, von dem es hieß, es würde eine Kettenreaktion an den Märkten auslösen. An jenem Dienstag setzte die Ratingagentur Standard & Poor’s griechische Staatsanleihen wegen des ersten Schuldenschnitts auf „selektiven Zahlungsausfall“. S&P senkte die Bonität des Staates damit unter die Schwelle, die formell zahlungsfähige von zahlungsunfähigen Ländern trennt.

Doch die befürchtete Panik blieb aus. Die Finanzmarktakteure glaubten immer noch an die Version eines „freiwilligen Schnitts“. Das schlechteste Rating, „D“ für „default“, blieb den Griechen erspart.

Fakt ist aber: Von Freiwilligkeit konnte keine Rede sein. Der politische Druck auf private Gläubiger,...

 
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