Viele Verletzte
Bombenanschlag bei Staatsfeier in Weißrussland

Die Feiern zum Unabhängigkeitstag in Weißrussland sind von einem Bombenanschlag überschattet worden. Während eines Freiluftkonzerts im Zentrum der Hauptstadt Minsk explodierte ein selbst gebastelter Sprengsatz und verletzte mindestens 50 Menschen.

HB MINSK/MOSKAU. „Es gibt einige Schwerverletzte, aber keine Toten“, sagte der weißrussische Innenminister Wladimir Naumow am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax. Mehrere Opfer seien in Krankenhäusern operiert worden.

Nach ersten Angaben der Ermittler soll ein Unbekannter kurz nach Mitternacht einen selbst gebastelten Sprengsatz unter den Zuschauern eines Konzerts bei den Feiern zum weißrussischen Unabhängigkeitstag gezündet haben.

Staatspräsident Alexander Lukaschenko besuchte noch in der Nacht den Tatort neben einem Denkmal für die Heldentaten der Minsker Bürger im Zweiten Weltkrieg. Augenzeugen berichteten, dass am Ort der Explosion Schrauben und andere Metallteile verstreut lagen, mit denen die Zerstörungskraft einer Bombe erhöht werden kann. Viele der Opfer erlitten Verletzungen an Armen und Beinen.

Die Polizei vermutet einen Einzeltäter hinter der Explosion. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gebe es vorerst nicht.

Weißrussland feiert seit Mitte der 1990er Jahre seinen Unabhängigkeitstag am 3. Juli im Gedenken an die Befreiung der von der Wehrmacht besetzten Sowjetrepublik durch die Rote Armee im Zweiten Weltkrieg.

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