Vor Atom-Gipfel
Obama warnt Nordkorea vor Raketentest

Im Vorfeld einer wichtigen Atom-Konferenz in Seoul sorgt Nordkorea für Irritation. US-Präsident Obama warnte Pjöngjang vor einem Satellitenstart, der als Raketentest gesehen wird.
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SeoulVor dem zweiten Weltgipfel für Atomsicherheit hat US-Präsident Barack Obama den Druck auf Nordkorea erhöht, auf einen umstrittenen Satellitenstart im April zu verzichten. Der geplante Start werde das kommunistische Land weiter in die Isolation treiben und die Aussicht für künftige Verhandlungen unterlaufen, warnte Obama nach Gesprächen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak in Seoul. „Nordkorea wird durch Drohungen oder Provokationen nichts erreichen.“

Nordkorea treibt nach Medienberichten die Vorbereitungen für den Raketenstart voran. Die USA und Südkorea interpretieren den Start als Test einer militärischen Rakete mit großer Reichweite, die einen Atomsprengkopf tragen könnte. Das Vorhaben würde gegen UN-Resolutionen verstoßen. Zusammen mit seinem Atomwaffenprogramm wird das Raketenprogramm des Landes in der Region als Bedrohung gesehen. Nordkorea weist den Verdacht zurück.

„Nordkorea kennt seine Verpflichtungen und muss unumkehrbare Schritte unternehmen, um diese Verpflichtungen zu erfüllen“, forderte Obama. Der Raketenstart würde eine Vereinbarung mit den USA über die Wiederaufnahme von Nahrungsmittelhilfen für Nordkorea gefährden. Nordkorea sollte verstehen, „dass schlechtes Benehmen nicht belohnt wird“. Im Gegenzug zu den Hilfen aus den USA hatte sich Nordkorea Ende Februar unter anderem bereiterklärt, vorerst keine Atomsprengköpfe und Langstreckenraketen zu testen.

Nordkorea hatte angekündigt, zwischen dem 12. und 16. April einen Beobachtungssatelliten ins All zu schießen. Mit dem Vorhaben solle der 100. Geburtstag des 1994 gestorbenen Ex-Staatschefs Kim Il Sung am 15. April gefeiert werden. Der Hauptteil einer Langstreckenrakete für den Satellitenstart sei zur Abschussrampe Dongchang-ri im Nordwesten des Landes gebracht worden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Militärs in Seoul.

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