Vor den Wahlen
Wenn Spanien kippt

PremiumEin halbes Jahr ist Spanien ohne neue Regierung. Die Wirtschaft wächst zwar weiter, doch vor der Wahl am Sonntag sind Investoren besorgt – und Wähler wütend. Für Unternehmer sind Barcelona und Madrid warnende Beispiele.

Madrid Angel García ist sauer. „Unsere Politiker sind alle sehr schlecht“, schimpft der Besitzer eines Delikatessenladens in Madrid. „Nach der Wahl im Dezember haben sie monatelang nur gestritten, statt zu verhandeln. Ich frage mich, wie sie es dieses Mal schaffen wollen, eine Koalition zu bilden.“ Das Ansehen von Spaniens Volksvertretern ist am Boden – in Umfragen haben die Kandidaten aller Parteien an Zustimmung eingebüßt. Die Bevölkerung nimmt ihnen übel, dass sie es nach der letzten Wahl nicht schafften, eine Regierung zu bilden. Deshalb gibt es an diesem Sonntag Neuwahlen.

Die Spanier hatten sich für einen Wandel entschieden und zwei Protestparteien...

 
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