Vor der Wahl in Myanmar
Viel Krach, wenig Vision

Nach Militärdiktatur und vier Jahren Experimenten mit der Demokratie will Myanmar erstmals frei wählen lassen. Jetzt erschüttert eine Revolte die Regierungspartei – und die Lichtgestalt enttäuscht viele.

RangunShwe Mann mag Pastelltöne, lindgrün, babyblau, hellbeige. Die Farben trägt der Parlamentspräsident Myanmars gerne als Jacke, zur Landestracht mit dem Wickelrock. Der Mann, der lange als aussichtsreicher Präsidentschaftskandidat galt, redet sanft, und um die Lippen spielt fast immer ein leises Lächeln. Das Lächeln ist auch auf alten Fotos zusehen, auf denen er als Nummer drei der brutalen Militärjunta, die bis 2011 regierte, in Generalsuniform zu sehen ist.

Die Wandlung vom Unterdrücker zum artigen Demokraten war rasant. Zu rasant für seine vom Militär gegründete Partei USDP. Mit einem Aufmarsch der Militärpolizei vor der Tür schasste die Partei ihren Vorsitzenden am...

 
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