„Vorsichtig optimistisch“
Obama hält sich bei Handelsabkommen zurück

Bei dem geplanten Handelskommen zwischen den Vereinigten Staaten und der EU bleibt US-Präsident Obama erst einmal „vorsichtig optimistisch“. Der Vertrag werde ein hartes Stück Arbeit, sei aber möglich.
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WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat sich zurückhaltend zu den Aussichten für das geplante Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union geäußert. Er sei vorsichtig optimistisch, was das Abkommen angehe, sagte er am Dienstag in Washington. Das Zustandekommen des Vertrages werde ein hartes Stück Arbeit, sei aber möglich. Die EU scheine erpichter auf ein derartiges Abkommen zu sein als in der Vergangenheit. Die Bereitschaft der Europäischen Union über umstrittene Agrarimporte zu reden, sei offenbar gestiegen.

Der Agrarsektor wird als das größte Hindernis für ein Freihandelsabkommen zwischen der USA und der EU bewertet. In den USA werden Lebensmittel aus genveränderten Substanzen ohne Kennzeichnung verkauft, was in der EU verboten ist. Zahlreiche Vorschriften im Lebensmittelbereich unterscheiden sich. So werden in den USA geschlachtete Hühner durch ein Chlorbad haltbar gemacht, in Europa ist dies nicht erlaubt.

Obama erklärte, den geplanten neuen Handelsabkommen komme eine wichtige Rolle in den Bemühungen zu, die US-Wirtschaft anzukurbeln und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Daher werde intensiv mit zehn Ländern über ein "Transpazifisches Partnerschaftsabkommen" verhandelt.

Mitte Februar hatte Obama gemeinsam mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy und EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso Verhandlungen über eine Freihandelszone angekündigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte dies als wichtigstes Projekt in der Handelspolitik bezeichnet. Nach einer Ifo-Studie könnte der Warenaustausch zwischen der EU und den USA um knapp 80 Prozent wachsen, in der EU könnten 400.000 neue Arbeitsplätze entstehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es ist möglich nur wenn man den Agrar-und Kommunikationsbereich aus dem Abkommen ausnimmt.

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