Vorwahlen
Republikaner sehnen Ende des Bruderkriegs herbei

Am Super Tuesday stimmen zehn US-Staaten ab, wer für die Republikaner gegen Präsident Obama antreten soll. Die Partei hofft auf ein Ende der Schlacht, bevor die internen Angriffen auch den letzten Kandidaten zerstören.
  • 2

WashingtonZu den wichtigsten Eigenschaften eines Präsidentschaftskandidaten gehören dreierlei: eine klare Meinung, Belastbarkeit und die Fähigkeit, sich selbst und seinen Fans eins in die Tasche zu lügen. Insofern ist Rick Santorum gut dabei. „Wir gewinnen“, sagte der erzkonservative Ex-Senator am Montag bei ABC News. „Egal, ob wir am Ende die meisten Wähler bekommen oder nicht, wir gewinnen“. Das Problem ist nur: Santorums Rivale Mitt Romney ist in den Umfragen soeben an ihm vorbeigezogen. Nach aller Wahrscheinlichkeit wird er gewinnen, nicht Santorum.

Egal, so ein bisschen Mut machen kann nicht schaden. Mut für den bisher wichtigsten aller Tage im Vorwahlkampf der US-Republikaner um die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten. Am heutigen Dienstag ist „Super Tuesday“: In zehn Bundesstaaten werden die republikanischen Wähler über ihren Favoriten abstimmen. Wer heute abräumt, der dürfte innerhalb der Partei kaum noch zu stoppen sein und darf im November gegen Amtsinhaber Barack Obama antreten.

In Alaska, Georgia, Idaho, Massachusetts, North Dakota, Ohio, Oklahoma, Vermont, Virginia und Tennessee geht es heute um 437 Delegierte für den Nominierungsparteitag im August. Mehr als ein Drittel jener 1144 Stimmen, die nötig sind, um zu Obamas Herausforderer gekürt zu werden.

Favorit ist, wie bei den Vorwahlen in den ersten elf Bundesstaaten, auch heute wieder Romney. Der Multimillionär und Gründer des Finanzinvestors Bain Capital führt derzeit laut „Washington Post“ mit 203 Delegiertenstimmen vor Herausforderer Santorum mit 93. Die übrigen beiden Kandidaten, Newt Gingrich (33) und Ron Paul (25), sind jetzt schon abgeschlagen.

Seite 1:

Republikaner sehnen Ende des Bruderkriegs herbei

Seite 2:

Gute Nachrichten für Romney

Seite 3:

Schlammschlacht hilft vor allem einem

Kommentare zu " Vorwahlen: Republikaner sehnen Ende des Bruderkriegs herbei"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wird auch Zeit, dass das Kasperletheater mal wieder auf hört.

  • Irgendwie habe ich bei diesen Wahlkaempfen in den USA immer das Gefuehl, je unfaehiger ein Kanditat ist, umso mehr Chancen hat er Praesident zu werden. Weder die aktuellen Kanditaten noch beispielsweise Obama oder Bush machen da fuer mich eine Ausnahme.

    Ist die geistige Elite sich zu schade fuer den Posten oder wollen die Lobbys keine faehigen Leute, um leichter Dinge durchsetzen zu koennen?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%