Währungsfonds
Euro-Krise infiziert den IWF

PremiumGriechenlands Zahlungsstopp bringt die Organisation in die Defensive: Aus der Krise des Landes ist längst eine Krise für den Internationalen Währungsfonds geworden.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) ist voll des Lobes. „Das Programm befindet sich auf gutem Weg“, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag. Die gesteckten Ziele seien erreicht worden, die Regierung habe sich zum Sparen und zu Strukturreformen bekannt. Das Land, um das es geht, ist Ghana.

Ein anderes Land dagegen, keine Entwicklungsnation, sondern ein kontinentaleuropäischer Wohlfahrtsstaat, lässt es am gleichen Tag zum Knall kommen. Es sind die Griechen. Was vor Ausbruch der Weltfinanzkrise als undenkbar galt, ist eingetreten: Ein Euro-Mitglied hat seine Schulden beim IWF nicht beglichen. Athen zeigt ein Finanzgebaren, das bisher scheiternden Staaten wie Simbabwe und Somalia...

 
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