Waffenstillstand zunächst verlängert
Bush berät über Angriff auf Falludscha

US-Präsident Bush hat mit seinen Ratgebern über das weitere Vorgehen in der Widerstandshochburg Falludscha konferiert. Der Waffenstillstand wurde jedoch zunächst verlängert.

HB BERLIN. US-Präsident George W. Bush hat am Samstag mit seinen wichtigsten militärischen und Sicherheitsberatern über die Lage in der irakischen Stadt Falludscha gesprochen. Dabei habe der Oberkommandierende für Nahost, General John Abizaid, Bush über die Situation in der Stadt informiert, die als Hochburg des sunnitischen Widerstands gilt, sagte ein hoher Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur AP. Derzeit gilt eine Waffenruhe in Falludscha. Doch Abizaid sei jederzeit in der Lage, wieder zum Angriff überzugehen, sagte der Mitarbeiter.

Nach einem Bericht der «New York Times» wird erwartet, dass Bush und seine Berater noch an diesem Wochenende darüber entscheiden, ob US-Truppen erneut nach Falludscha einmarschieren sollen. Offenbar sei man bereit, in Kauf zu nehmen, dass dies den Widerstand gegen die US-Besatzungsmacht in anderen Gegenden verstärken könnte.

Der Sprecher des Weißen Hauses, Trent Duffy, sagte, er könne keine Angaben darüber machen, was bei der Besprechung am Samstag diskutiert worden sei. Der Regierungsmitarbeiter sagte, er habe den Eindruck, dass bei dem Treffen am Samstag keine Entscheidung getroffen worden sei. Auch glaube er, dass Bush sich auf den Rat der Experten verlassen werde.

Am Freitag hatten US-Militärs mehrfach gedroht, wenn die Aufständischen in Falludschah ihre schweren Waffen nicht abgäben, würden die Kämpfe wieder aufgenommen. Am Sonntag wurde der Waffenstillstand jedoch zunächst auf unbegrenzte Zeit verlängert. Dies sagte ein Vermittler der Nachrichtenagentur AFP. Das Tragen von Waffen wurde in der Stadt verboten. Der bisherige Waffenstillstand gilt bereits seit 12. April. Dennoch werden in der Stadt täglich Menschen durch Bombenangriffe und Heckenschützen verletzt oder getötet.

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