Wahl des Palästinenser-Präsidenten soll boykottiert werden
Hamas stellt sich quer

Die militante Palästinenser-Organisation Hamas will die für den 9. Januar geplante Wahl eines Nachfolgers für den verstorbenen Palästinenser-Präsidenten Jassir Arafat boykottieren.

HB GAZA-STADT. „Wir im islamischen Widerstand kündigen unseren Boykott und unsere Nicht-Teilnahme an der Präsidentenwahl ... an“, sagte Hamas-Vertreter Ismail Hanije Reportern am Mittwoch in Gaza-Stadt. „Alle Hamas-Mitglieder werden der Entscheidung folgen, die Wahlen zu boykottieren. Das palästinensische Volk versteht die Notwendigkeit und ist sich der Hamas-Position bewusst, es gibt jedoch keinen Aufruf an alle Palästinenser, die Wahl zu boykottieren“, fügte er hinzu.

Dem Hamas-Vertreter zufolge wird seine Organisation keinen eigenen Kandidaten für die Wahl aufstellen, da diese ihrer Meinung nach hauptsächlich darauf ziele, die Regierung zu stützen. Diese wird von der Hamas jedoch abgelehnt.

Die militante Organisation hatte schon früher angedeutet, sich nicht an der Wahl beteiligen zu wollen und sich stattdessen für eine Aufteilung der Macht ausgesprochen.

Der Favorit für die Nachfolge des am 11. November verstorbenen Arafat ist der von der Fatah-Bewegung aufgestellte und als moderat geltende Mahmud Abbas. Er will den bewaffneten Palästinenser-Aufstand gegen die israelische Besetzung beenden und neue Friedensverhandlungen mit Israel beginnen. Die Hamas hat sich jedoch der Zerstörung Israels verschrieben und lehnt einen Dialog ab.

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