Wahl in Afghanistan
Entscheidung fällt zwischen Abdullah und Ghani

Das amtliche Endergebnis der Wahl in Afghanistan ist veröffentlicht, die Wahlbetrugsermittlungen sind abgeschlossen: Der frühere Außenminister Abdullah und der ehemalige Weltbank-Ökonom Ghani treten zur Stichwahl an.
  • 1

KabulNach dem Abschluss der Ermittlungen zu möglichem Wahlbetrug hat die afghanische Wahlkommission das amtliche Endergebnis veröffentlicht. Sie bestätigte am Donnerstag in Kabul das vorläufige Ergebnis, wonach es zu einer Stichwahl zwischen dem früheren Außenminister Abdullah Abdullah und dem ehemaligen Weltbank-Ökonomen Aschraf Ghani kommen wird.

Abdullah sicherte sich demnach in der ersten Wahlrunde am 5. April 45 Prozent der Stimmen, Ghani kam auf 31,6 Prozent. Dies entspricht weitgehend den Ende April verkündeten vorläufigen Ergebnissen. Die Wahlkommission hatte in den vergangenen Wochen zahlreiche Betrugsvorwürfe untersucht.

Die Stichwahl soll am 14. Juni stattfinden. Ursprünglich war die Abstimmung für den 28. Mai vorgesehen. Einige vertrauliche Dokumente für die zweite Wahlrunde seien jedoch bei einem Angriff der radikalislamischen Taliban zerstört worden, sagte der Leiter der Wahlkommission, Ahmed Yusuf Nuristani. Es dauere, diese Materialien wiederzubeschaffen.

Elf Tage vor dem Beginn der Präsidentenwahl in Ägypten haben am Donnerstag die Wahllokale für Ägypter im Ausland geöffnet. Ein Sprecher des Außenministeriums sagte am Donnerstag in Kairo, die Wähler hätten in 124 Staaten vier Tage lang die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Vor einigen Botschaften sowie Konsulaten in Australien und den arabischen Golfstaaten bildeten sich am Morgen lange Warteschlangen.

Bei der Wahl, die in Ägypten am 26. Mai beginnt, treten nur zwei Kandidaten an: Der ehemalige Verteidigungsminister Abdul Fattah al-Sisi und Hamdien Sabahi, der von einigen linken Parteien unterstützt wird. Sabahi ist nach Einschätzung ägyptischer Medien nahezu chancenlos. Die Militärführung hatte im Juli 2013 nach Massenprotesten den demokratisch gewählten Präsidenten Mohammed Mursi abgesetzt. Der Islamist steht inzwischen wegen verschiedener Vergehen vor Gericht.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wahl in Afghanistan: Entscheidung fällt zwischen Abdullah und Ghani"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Mann kann diesem schönen Land nur wünschen, dass es radikal und nachhaltig mit den Islamisten aufräumt.

    Leider ist der Schah von Persien ein mega-Weichei gewesen und so kamen die Islamisten dort an die Macht. Der Islam ist nun einmal eine Religion, die von Eroberern und Kriegstreibern gerne genommen wird.

    Ägypten, wie auch der Iran sind KEINE Araber. Sie sollten die Islamisten aus dem Land werfen, bevor die sich wieder so breit machen, wie derzeit im Iran.

    Ich wünsche den neuen Regierungen dort die Weitsicht, dass ie mit aller Härte gegen das Islamisten vorgehen und keine Gnade mit diesen Blutsaugern haben. Besser jetzt ein paar tausend Islamisten in ihren Himmel begleiten, als dass später ein ganzes Land darunter leiden muss.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%