Wahlen
Wirtschaft: Politik ist Schuld an EU-Wahlmüdigkeit

Harte Kritik an der Politik hat die Wirtschaft angesichts der historisch niedrigen Wahlbeteiligung bei der Europawahl geübt. "Wahlmüdigkeit wird durch mangelnde politische Glaubwürdigkeit verursacht", sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel dem Handelsblatt.

HB BERLIN. "Europa hat für viele Menschen seine Faszination verloren, weil die Politik sich immer weniger an ihre eigenen Grundsätze hält." Viel zu wenig sei gewürdigt worden, wie wichtig etwa der Euro als europäische Gemeinschaftswährung ist. "Jetzt bedrohen nationale Alleingänge und Protektionismus die europäischen Errungenschaften - Binnenmarkt, offene Grenzen, Euro."

Die deutschen Europaabgeordneten müssten nun dafür sorgen, dass in Europa der wirtschaftspolitische Kurs Richtung Sozialer Marktwirtschaft gehalten werde, sagte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann dem Handelsblatt. Positiv kommentierte Driftmann den Ausgang des deutschen Wahlergebnisses: "Trotz der Krise ist die politische Mitte in Deutschland deutlich stabilisiert, die Wähler haben jeglichem Extremismus eine klare Absage erteilt."

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